Corona und das Wetter haben Sommergeschäft angekurbelt

Bei den Solothurnern waren vor allem Gummiboote, Stand-up-Paddles und Westen gefragt. Teilweise waren einzelne Waren ausverkauft.

Lea Durrer
Merken
Drucken
Teilen
Diesen Sommer waren Gummiboote beliebt.

Diesen Sommer waren Gummiboote beliebt.

Bild: Tom Ulrich/Archiv

An diesen schönen, heissen Tagen sieht man sie in Solothurn von weit her: Die Aareböötler, Stand-up-Paddler und sonstigen Wasser- und Sonnenhungrigen, die auf und im Fluss unterwegs sind. Die Aare-Invasion hat das Sommergeschäft diverser Läden angekurbelt. Auch im Pipeline Sports, von dessen Eingangstür man direkt auf den Fluss blicken kann.

Die Kundin sucht nach einer Schwimmweste für aufs Stand-up-Paddle (SUP). Im Laden im ehemaligen Landi-Gebäude sind diese leider momentan ausverkauft – wieder einmal. «Immer wieder kommen Leute und fragen nach», meint Lehrling Alessandro Angelini. Man habe nachbestellt. Doch manchmal in diesem Sommer waren die Westen schlichtweg ausverkauft. «Dann mussten wir neue Vertreter finden, die uns beliefern konnten.» Besonders die kleinen Schwimmhilfen mit 50NAuftrieb, die für SUP und Kanu reichen, waren diesen Sommer gefragt. 120 bis 130Stück gingen über den Ladentisch. Von den grösseren wurden deutlich weniger verkauft. Gute Nachrichten für die Kundin: Eine Lieferung mit Schwimmwesten ist unterwegs.

Zu Hause bleiben und die Region geniessen

Für Alessandro Angelini ist es nun der dritte Sommer im Pipeline. «Dieser war am anstrengendsten», meint er. «Es war für uns ein super Sommer», sagt auch Sämi Huber, Werkstattchef und angehender Shopleiter. Seit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown sei das Geschäft gelaufen. «Den Leuten ist das lokale Gewerbe nun wichtiger.» Man habe gemerkt, dass viele wegen Corona zu Hause bleiben, sich ausrüsten und die Region geniessen. Diese Nähe zum Zuhause hat sich im Laden auch beim Verkauf von Velos gezeigt.

Im Pipeline hätten aber laut Sämi Huber besonders die SUP dieses Jahr eingeschlagen. Hier wären die aufblasbaren und einfacher zu transportierenden beliebter als die harten. Rund 30 bis 40 Stück habe man diesen Sommer verkauft, schätzt er. «Die Lieferanten sind mittlerweile fast alle ausverkauft.»

Die vielen schönen Sommertage hätten den Verkauf von Badeartikeln aller Art beflügelt, meint David Strube, Filialleiter von Manor Solothurn. Besonders gut gelaufen seien Badeartikel wie grosse Gummiboote, aufblasbare Figuren wie Lama und Einhorn, Wasserpistolen, wasserdichte Taschen, Kinderbadebekleidung oder auch grosse Schwimmringe für Erwachsene. «Die Nachfrage nach diesen Artikeln ist immer noch sehr hoch, auch bedingt durch das beliebte Schwimmen in der Aare», so Strube. «Die Gummiboote sind daher in der Zwischenzeit leider ausverkauft.»

Auch bei SportXX im Migros Ladedorf sind derzeit keine grossen Gummiboote mehr zu kaufen. «Hier sind nur noch die kleineren Zwei- bis Drei-Personen Boote vorrätig», sagt Andrea Bauer, Mediensprecherin der Migros Aare. Engpässe seien im Laufe des Sommers primär bei den Schwimm- und Rettungswesten aufgetreten. «Im Juli und August war die Nachfrage hier gut doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres», so Bauer. Bereits im Mai wären zusätzliche Mengen beschafft worden, weil mit einer erhöhten Nachfrage gerechnet worden ist. «Diese reichten aber nicht aus.» Punktuell konnte SportXX später zusätzlich Ware einkaufen.

Generell war es für die Kette ein erfolgreicher Sommer. Die Filiale Langendorf habe im ganzen Bereich der Boote, SUP’s, Schwimmwesten und -ringen deutlich mehr Artikel verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, so Andrea Bauer. Der Verkaufsschlager: der River Run Schwimmring. Davon wurden bis jetzt fast doppelt so viele verkauft wie letztes Jahr.