Im August 2016 genehmigte der Gemeinderat die erweiterte Schulraumplanung mit Kindergarten- und Tagesschulraumkonzept. Aufgrund dieser Gesamtstrategie und des von der Gemeinderatskommission im Sommer 2017 genehmigten Wettbewerbsprogramms schrieb das Stadtbauamt alsbald einen offenen anonymen Projektwettbewerb aus.

Erwartet wurden städtebaulich und architektonisch qualitätsvolle, nachhaltige und wirtschaftlich interessante Projektvorschläge für den Neubau eines Doppelkindergartens und einer Tagesschule auf der vorhandenen Schulanlage Brühl. Der Aussenraum sollte benutzerfreundlich, vielfältig nutzbar und entsprechend dem bestehenden Naturraum des Schulhauses Brühl weitergeführt werden.

Insgesamt wurden 68 Projekte fristgerecht beim Stadtbauamt eingereicht. In mehreren Ausscheidungsrunden beurteilte und analysierte die eingesetzte Jury die eingegangen Bewerbungen. Auf dem dritten Rang landete das Projekt «Bei Zwergen, Elfen und Waldtrollen» der Nuak GmbH aus Zürich, Platz zwei belegt das Projekt unter dem Titel «Spielhaus» der Solothurner IPAS Architekten AG. Als Sieger der Wettbewerbs ging das Projekt «École de Soleure» des Zürcher Kollektivs Kollektiv Marudo hervor.

«École de Soleure»

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen: Als Sachpreisrichter amteten «Brühl»-Schulleiterin Jaqueline Kaser,d der Architekt und Gemeinderat Philippe JeanRichard und Schuldirektorin Irène Schori. Fachpreisrichter waren Architekt Markus Ducommun, Landschaftsarchitektin Gudrun Hoppe, Andrea Lenggenhager als Leiterin des Stadtbauamts, Hochbau-Chef Lukas Reichmuth sowie Architekt Pat Tanner. Begleitet wurde der Wettbewerb von Andrea Kaiser, Projektleiterin der Abteilung Hochbau im Stadtbauamt.

Das Siegerprojekt «École de Soleure» vom Team Kollektiv Marudo mit dem Landschaftsarchitekturbüro planivers aus Zürich wurde von der Jury einstimmig zur Weiterbearbeitung und Ausführung gewählt. Das Projekt sieht einen rechteckigen, zweigeschossigen Baukörper mit Flachdach südöstlich der Parzelle vor. Durch die Setzung und die Gebäudeproportionen sei es den Projektverfassern gelungen, eine selbstverständliche Erweiterung der Schulanlage Brühl zu erzielen, schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung.

Dabei bleibe nicht nur die hohe Qualität des bestehenden Aussenraumes erhalten, dieser wird sogar noch erweitert. Das Projekt überzeuge vor allem durch die sehr gute Grundrissfunktionalität und die hohe Nutzungsflexibilität.

Für das Projekt des «Brühl»-Doppelkindergartens sind 2,5 Mio. Franken vorfinanziert. Auf Basis der Grobkostenschätzung des Kostenplaners des Wettbewerbs geht man aber von einer geschätzten Kostenspanne zwischen 7 und 7,5 Mio. Franken aus. Realisiert werden soll es auf einer Reservefläche des Schulareals, das als Spielwiese genutzt wird, wie Andrea Lenggenhager auf Anfrage informierte. Laut Finanzplan könnte die Kreditbewilligung bereits diesen Dezember an die Gemeindeversammlung und ab 2019 an die Urne kommen.

Öffentliche Ausstellung

Die Projekte werden in einer öffentlichen Ausstellung der Bevölkerung präsentiert. Diese findet vom 17. bis 24. März oberhalb des Stadtpolizeipostens an der Werkhofstrasse 52 in den Ausstellungsräumen im 3. Obergeschoss statt (Eingang links).

Die Ausstellung ist geöffnet am Samstag, 17., und Sonntag 18. März jeweils von 14 bis 17 Uhr, weiter von Mittwoch, 21. bis Freitag, 23. März von 16 bis 18 Uhr und am Samstag 24. März, von 14 bis 17 Uhr. (AK/egs)