Solothurn

Club Eleven passt nirgends ins Konzept

Wo der Club Eleven weiterlebt, ist noch unklar.

Wo der Club Eleven weiterlebt, ist noch unklar.

Der Solothurner Club Eleven muss im Juni seinen bisherigen Standort an der Fabrikstrasse verlassen- wohin ist noch nicht klar. Offenbar wurde noch immer keine Nachfolgelösung gefunden.

«Stellt euch vor, ein Solothurner Club könnte von der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2014 verschwinden ...» Mit diesem Gedankenexperiment hantierte Markus Moerler, Veranstalter des «Eleven Club» an der Fabrikstrasse, in einem kürzlich versandten E-Mail-Newsletter.

Obschon: Es ist es längst kein Gedankenexperiment mehr, dass der «Eleven-Club» im Sauser-Areal nicht bleiben kann – und auch kein Geheimnis. Sasolim AG, die neue Besitzerin des Sauser-Areals, gab den Partyveranstaltern Moerler und seinem Geschäftspartner Olcay Sahin vor über zwei Jahren die klare Durchsage: Sie entsprächen nicht der künftigen gewünschten Mieterstruktur.

Seither ist Moerler auf der Suche nach einem neuen Miet- oder Kaufobjekt für seinen Club – oder einem entsprechenden Nachfolgekonzept. Bisher ohne Erfolg: «Ihr passt nicht ins Konzept», sei die immer wieder gehörte Begründung.

Zahlreiche leerstehende Objekte in Solothurn und Umgebung hat Moerler angepeilt: «Es gibt Zehntausende Quadratmeter, die leerstehen» – gleichzeitig ergänzt er angesichts der Absagen aber zähneknirschend: «Da merkt man, dass es unsere Schweizer Wirtschaft nicht nötig hat. Das ist für uns als KMU ernüchternd.» Und vermutet gleichzeitig: «Wir sind halt nicht der Businesspartner, den sich eine Schwiegermutter wünscht.»

«Um jede Unterstützung froh»

Die andere Option, ein allfälliges Lokal zu kaufen, ist mit der Schwierigkeit verbunden, genügend Eigenkapital zu mobilisieren. Und von Fundraising oder Crowdfunding verspricht sich Moerler nicht viel. Obwohl: «Viele wollen helfen, und wir sind um jede Unterstützung und jeden Tipp froh, auch wenn wir vieles schon ausprobiert haben.»

Immerhin gibt es neben dem Plan A, das «Eleven» definitiv zu begraben, mehrere Lösungen, die Moerler aber geografisch nicht präzisieren will.

Plan B: Ein Standort, der als Mietobjekt noch verhandelt wird, befindet sich in der Stadt Solothurn.

Plan C: Ein potenzielles Kaufobjekt, das schon vier Jahre leersteht, befindet sich am Solothurner Stadtrand. «Diese Fabrikhalle würde uns im Moment am besten passen», findet Moerler. Die Idee wäre, die dort befindlichen Räumlichkeiten und sonstigen Aufwendungen mit einer anderen Firma zu teilen. Doch auch hier wartet Markus Moerler noch die Erwägungen des Besitzers ab. (ak)

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