Gemeinderat

Chefbeamter in Solothurn? Neu auch in Teilzeit möglich

Stadt Solothurn, Stadtpräsidium, Stadtbauamt

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Nach einer erheblich erklärten Motion aus den Reihen der CVP/GLP können Verwaltungsleitende neu auch nur zu einem 80-Prozent-Pensum angestellt werden. Das soll die Auswahl der potenziellen Bewerber erhöhen.

Die Stadt soll bei Anstellungsverfahren eine möglichst breite Auswahl an Kandidaten haben. So das Credo von Claudio Hug, GLP-Gemeinderat, der in zwei Tranchen die Anstellungsbedingungen für Verwaltungsleitende anpassen wollte.

Nachdem Hug zu diesem Zweck erfolglos versucht hatte, die Wohnsitzpflicht für Verwaltungsleitende abzuschaffen, ist er mit seinem zweiten Anliegen geglückt: nämlich bei Neuanstellungen von Chefbeamten das Feld für einen Beschäftigungsgrad zwischen 80 und 100 Prozent zu öffnen. Stadtpräsident Kurt Fluri machte in seiner Motionsantwort zwar deutlich, dass dadurch ein Teil der Arbeiten liegenbleiben würden oder auf untergebene Mitarbeiter aufgeteilt und delegiert werden müssten. Ausserdem arbeiteten die Verwaltungsleitenden bereits jetzt zu mehr als 100 Prozent, so Fluri.

«Nicht mehr attraktiv und zeitgemäss»

Der Rat war von Hugs Motion überzeugt dennoch das Ratsmehr: «Viele grössere Unternehmungen praktizieren dies, wieso nicht auch wir?», so die rhetorische Frage von Lea Wormser (SP). Gleichzeitig regte sie zur Schaffung einer eigenständigen HR-Abteilung an: Zurzeit obliegen Personalangelegenheiten dem Rechts- und Personaldienst. «Nur 100-Prozent-Pensen sind nicht mehr attraktiv und zeitgemäss», knüpfte Marco Lupi (FDP) an. Zuguterletzt überwogen die Stimmen für die Motion – gegenüber zweier SVP-Stimmen und jener des Stadtpräsidenten.

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