Solothurner Spitäler AG
Chefarzt für Innere Medizin verlässt Bürgerspital

Der Chefarzt Armin Niklaus Stucki verlässt das Bürgerspital Solothurn und wird nach Bern wechseln. Die Solothurner Spitäler AG bedauert, den Arzt nach nur zwei Jahren verabschieden zu müssen. Sein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

Elisabeth Seifert
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PD Dr. med Armin Stucki war Chefarzt für Innere Medizin am Bürgerspital Solothurn. (Archiv)

PD Dr. med Armin Stucki war Chefarzt für Innere Medizin am Bürgerspital Solothurn. (Archiv)

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Nach nur etwas mehr als zwei Jahren verlässt Armin Niklaus Stucki, Chefarzt der Inneren Medizin am Bürgerspital, die Solothurner Spitäler AG (soH). Per
1. Februar 2016 wird der 51-Jährige als Chefarzt der Medizinischen Klinik und Mitglied der Geschäftsleitung ans Spital Simmental-Thun-Saanenland (STS) AG berufen. Dies teilte die Spitäler AG am Freitag mit.

«Wir bedauern diesen Weggang sehr», sagte auf Anfrage soH-Mediensprecher Eric Send. Die Innere Medizin, der die Kardiologie, die Neurologie sowie die Nephrologie angegliedert sind, ist die grösste Klinik des Bürgerspitals. Entsprechend schwer wiegt der Abgang des Chefarztes. Armin Niklaus Stucki habe während seiner Zeit am Bürgerspital seine Habilitation abgeschlossen, wodurch «sein Marktwert» weiter gestiegen sei, erläutert Send.

Stucki habe dabei nicht von sich aus eine neue Herausforderung gesucht, sondern sei von der STS abgeworben worden. «Ausschlaggebend für die Zusage von Armin Stucki war in erster Linie, dass er als Mitglied der Geschäftsleitung der STS AG massgeblich an der Strategie des Spitals mitwirken kann», betont Send. Stucki wohnt zudem im Kanton Bern – und kehrt damit gleichsam in seine Heimat zurück.

Während seiner kurzen Zeit am Bürgerspital hat der Chefarzt zahlreiche Projekte umgesetzt, wie es in der Mitteilung der soH weiter heisst. In Betrieb genommen wurden das Onkologiezentrum sowie das Stroke Center. Letzteres erhielt Bestnoten bei der Zertifizierung. Eine Weiterentwicklung erfuhr zudem die Kardiologie. Mit besonders grossem Engagement habe sich Armin Stucki der Weiterbildung der Assistenzärzte angenommen.

Die Nachfolgeregelung werde jetzt umgehend an die Hand genommen, versichert die Solothurner Spitäler AG. «Wir sind gut aufgestellt», gibt sich Eric Send zuversichtlich. Chefärzte sind allerdings nicht so leicht zu finden. Sie müssen Qualifikationen in der Forschung, dem Management und der Ausbildung vorweisen können. Auch Hanspeter Marti, der Vorgänger von Armin Niklaus Stucki, blieb nur zwei Jahre in Solothurn. Er folgte auf Ronald Schönenberger, der dem Bürgerspital elf Jahre die Treue gehalten hatte.

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