«Littering verdient keinen Respekt. Deine Umwelt schon», lautet einer der drei Slogans, der in den nächsten Tagen in punktuellen städtischen «Problemzonen», also vor allem an den freizeitlich genutzten Aareufern, zu sehen ist. Gleichermassen verdienen auch «Vandalismus» und «Ruhestörung» im Wortlaut dieser Plakate keinen Respekt (wir berichteten).

Polizeiliche Quartierbetreuer mit offenem Ohr

Neben letztjährigen Erfahrungen haben vor allem Rückmeldungen von Quartierbewohnern und Restaurantbesitzern den Ausschlag für die Aktion gegeben. So zählt das Korps der Stadtpolizei mit Beat Zürcher und Martin Nobs zwei Quartierbetreuer, die den Anliegen in einzelnen Stadtteilen Rechnung tragen: «Wir hoffen, mit diesen präventiven Massnahmen die Bevölkerung zu sensibilisieren», bezeichnet Peter Fedeli, Kommandant der Stadtpolizei die neue Stossrichtung.

Litteringbussen wenig griffig

Litteringbussen ihrerseits schienen dagegen bisher wenig - insgesamt fünf Bussen konnte die Stadtpolizei seit der Einführung des Litteringgesetzes im Frühjahr 2010 bis im Februar ausstellen. Die Kantonspolizei zählt im gleichen Zeitraum rund 100 Bussen. «Es ist nur schwer möglich, Abfallsünder in flagranti zu ertappen», so Fedeli.

Man müsste quasi bei der Tat zuschauen, zumal dann oft behauptet werde, den Abfall nur kurz zwischendeponiert zu haben. Mit der Präventivaktion erhofft man sich einen Erfolg, was umso nötiger ist, je länger die Tage werden.