Jahresrapport der Stützpunkt Feuerwehr Solothurn: Anzahl Einsatzmeldungen: 49 zwischen 11 Uhr und Mitternacht. Eingesetzte Angehörige der Feuerwehr 41 von 78 mit 12 von 16 Fahrzeugen. Das sind keineswegs die Gesamtzahlen des Jahres 2017, sondern diejenigen des 3. Januars 2018, die Feuerwehrkommandant Boris Anderegg zum Stichwort Sturmtief Burglind bekannt gab. Das eben begonnene Jahr scheint sich vom eher ruhig verlaufenen 2017 von Anfang an unterscheiden zu wollen.

Keine Grossbrände

Das herausragende Ereignis bei der Stützpunktfeuerwehr Solothurn war im zurückliegenden Jahr kein Schadenfall, sondern die Hauptübung mit der Übergabe des Kommandos von Martin Allemann an Boris Anderegg und die offizielle Übernahme zweier neuer Fahrzeuge. Anderegg fasste am Jahresrapport aber auch etliche Einsätze, Kurse und Übungen zusammen.

Obwohl ein ruhiges Jahr hinter dem Feuerwehrstützpunkt Solothurn liegt, wurden doch 148 Einsätze geleistet, sechs mehr als im Vorjahr, aber weit unter dem Zehnjahresmittel von 166. Die Einsatzstunden sind auf 978 gestiegen, 300 mehr als im Vorjahr. In Feldbrunnen-St. Niklaus musste kein Einsatz erbracht werden. Den Spitzenplatz nahmen wiederum die Brandmeldeanlagen mit 88 ein, das ist seit 2013 mit 105 Einsätzen die höchste Zahl.

Im Einsatzgebiet gibt es derzeit 165 Brandmeldeanlagen, am meisten wurden diese aktiviert durch Handwerker, Esswaren in der Mikrowelle und Fehlmanipulationen. Brandfälle wurden 16 verzeichnet, dazu neun Einsätze bei Elementarschäden und sechs für den Schadendienst sowie fünf Pioniereinsätze, ferner vier Liftrettungen. Zudem wurden 28 diverse Einsätze gezählt.

Das neue Team

Wenn Boris Anderegg von Team spricht, zählt er auch die 16 Fahrzeuge dazu. Zwei davon, eines zur Schadenbekämpfung und eins mit Festeinbau Gewässerschutz und als Zugfahrzeug Gewässersperre, sind kantonale Fahrzeuge. Sie sind beim Stützpunkt Solothurn untergebracht und werden durch diesen bemannt und eingesetzt. Die Fahrzeugflotte legte 17'000 Kilometer zurück und verbrauchte in Einsätzen und Übungen 3400 Liter Treibstoff.

Die Einsatzdoktrin lautet noch immer: Eigene Sicherheit und Sicherheit von Mensch und Tier geht vor. Retten: mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Menschen und Tiere aus der Gefahrenzone bringen. Halten: Eskalation verhindern, noch Intaktes vor Schäden bewahren, Folgeschäden verhindern.

Personelle Veränderungen

Auf den 1. Januar 2018 hin wurden befördert: Philippe Stucki zum Hauptmann und Pikettchef sowie Kommandant-Stellvertreter, zum Oberleutnant Daniel Allemann und Matthias Stuber sowie Thomas Nyffeler, der gleichzeitig zum Atemschutzchef ernannt wurde. Zum Wachtmeister befördert wurden Florian Baumann, Thomas Kaufmann und Raffaele Panebianco. Andreas Holzer, Daniel Leuenberger, Philipp Ravicini und Thomas Schmid wurden zu Gefreiten ernannt. Der in Pension gegangene Alt-Kommandant Martin Allemann wurde ganz besonders verabschiedet. Geehrt wurden aber auch Boris Käch für 15 und Thomas Nyffeler für 25 Dienstjahre in der Solothurner Stützpunktfeuerwehr.

Das Korps zählt derzeit 78 Angehörige der Feuerwehr, rund 10 Prozent davon sind Frauen. Dabei waren 16 Austritte aufgrund von Alter, Gesundheit oder Wegzug zu verzeichnen. Es wurden von 75 Korpsangehörigen insgesamt 144 Kurstage besucht. Der Übungsbesuch stieg auf fast 90 Prozent – gemäss dem Jahresmotto: «Wer sein Handwerk beherrscht, besteht auch im Einsatz.»

Stadtpräsident Kurt Fluri – er fehlt an keinem Jahresrapport «seiner» Feuerwehr – bedankte sich bei den Feuerwehrleuten auch im Namen der ebenfalls anwesenden Anita Panzer, Gemeindepräsidentin von Feldbrunnen. Er habe noch nie erlebt, dass die Bedürfnisse der Feuerwehr auf taube Ohren gestossen seien, was die hohe Achtung und das Vertrauen der Bevölkerung in diese Organisation ausdrücke. «Gleichzeitig ist das auch ein Beleg für die Funktionstüchtigkeit unseres gewiss nicht immer einfach zu handhabenden Milizsystems», so Fluri.