Zum ersten Mal hat Monique Liechti fünf verschiedenartige Kunstschaffende für die neue Ausstellung eingeladen. Den vier malerischen Ausdrucksformen stehen die keramischen Arbeiten von Rose und Ruedi Wysseier gegenüber.

Die bizarren Einbrüche in den hellen Ton-Schamotte- und schwarzen Mangan-Kugelformen gewähren Einblick in das kerzenbeleuchtete Innere und bilden einen ersten Blickfang. Auf den zum Teil zusätzlich angerissenen, nach innen geneigten Rändern sitzen kleinste Figürchen und geniessen den Einblick in das Innere der Erde.

Eine geometrische Flächenteilung beherrscht die Malerei des vielseitigen Solothurner Künstlers Beat Julius Müller in Form von Landschaften wie «Intakte Landschaft auf Zeit» versus «Urbanisierung vor Ort».

Aus der Fantasie geschaffen

Daneben als kaum grösser möglichen Gegensatz die irrationalen Blei- und Farbstiftzeichnungen von Alfred Trinkler, die ganz aus der Fantasie und ohne Thematisierung der Intuition folgend entstehen. Verschiedene Strichstrukturen wirken gelegentlich verblüffend dreidimensional, beinahe wie etwa ein Stück Wollteppich. In enormer Spannweite stehen sich einfache schwarz-weisse Arbeiten in Bleistift und versponnene und verrankte Farbstift- und Neocolorarbeiten gegenüber.

Angeregt von den verschiedenen Gewässern der Welt befasst sich Christiane Häfelin in ihren bis fünfschichtigen Arbeiten (Glasfarbe auf Folie und Holz) mit dem Thema Wasser. Die mit Glasfarben bemalten Polyesterfolien zeigen stellenweise Pflanzen oder bleiben teilweise transparent und bilden zusammen mit den schleierartigen weissen Glasfiberfolien eine märchenhaft stimmige, beinahe theatralische Stimmung. Der kulissenhafte Aufbau vermittelt die luftige Atmosphäre vor und hinter den Wasserfällen.

Die in Bratislava aufgewachsene und an der Kunstakademie Prag ausgebildete Künstlerin Gaby Wartmann-Gottpreis lebt heute in Aarau. Die grossformatigen Bilder (Mischtechnik-Eitempera-Öl und anderes) sind in zahlreichen Schichten in dezenten Erdtönen bemalt. Im Zeichen des Dialogs zwischen Maler und Betrachter als auch der eigenen Gefühle, Ideen, Symbole sowie täglich erlebter Gegensätze sind ihre Arbeiten entstanden. Integriert sind oft geometrische Teilungen, senkrechte verschiedenartige Linien- oder Bienenwabenstrukturen.

Finissage4. Januar, 11–16 Uhr. Adventssonntag 22. Dezember, 11–16 Uhr.