Präsident Sergio Wyniger freute sich, dass über 50 Personen zu dieser Bürgerversammlung erschienen waren, wurde doch erstmals nur via Inserat im Anzeiger und nicht mehr persönlich eingeladen. Insbesondere aber freute er sich, eine Rechnung mit einem überaus guten Ergebnis vorlegen zu können. Dieses sei zwar hauptsächlich durch den Buchgewinn aus dem Verkauf des Landes in der Spitzallmend zurückzuführen. Dank dem Einsatz aller seien aber auch andernorts Verbesserungen erzielt worden.

Buchgewinn prägt die Rechnung

In Zahlen übersetzt bedeuten Wynigers Worte in der Darstellung von Finanzverwalter Claude Tschanz: Die Bereiche Verwaltung, Forst und Kiesgrube Attisholz verzeichnen einen Ertragsüberschuss von 1,625 Mio. Franken und liegen mit einer Verbesserung von 1,962 Mio. Franken über Budget. Davon entfallen allerdings 1,470 Mio. Franken auf den besagten Buchgewinn aus dem Landverkauf.

Auch das Alters- und Pflegeheim weist einen Ertragsüberschuss aus, erstmals wieder seit 2013. In den fast 86 000 Franken sind auch die Erträge des vorher separat geführten Kontos Verschiedenes enthalten, es bleibt aber ein operativer Erfolg von 500 Franken, das bei einem budgetierten Aufwandüberschuss von 77'000 Franken. Gründe für diesen erfreulichen Abschluss sind in der hervorragenden Auslastung der Häuser und im strikten Kostenmanagement zu finden.

Forstbetriebsleiter Gian-Andrea Lombris und Heimleiter Pascal Vonaesch ergänzten die Zahlen mit einigen Detailinformationen und betonten, dass so gute Ergebnisse und erst noch in einem schwierigen Umfeld nur mit guten, einsatzfreudigen Mitarbeitenden zu erreichen sind.

Viele Einbürgerungen

Der Bürgerrat hat an seiner Sitzung vom 2. Mai beschlossen, die Mitgliederzahl der Rechnungsprüfungskommission (RPK) auf drei zu reduzieren; gleichzeitig soll die Mitwirkung einer externen Kontrollstelle ergänzend zur RPK ermöglicht werden. Die Anpassung der Gemeindeordnung wurde nun von der Bürgerversammlung einstimmig gut geheissen, die Wahl der Kontrollstelle wird sie im Dezember vornehmen.

Die Versammlung sicherte im Weiteren 31 Personen aus 16 Gesuchen das Bürgerrecht zu. Es betrifft dies die Schweizerbürgerinnen und -bürger Fabian Kammer mit der Ehefrau Fatma sowie den Kindern Noa, Thea und Gabri. Ferner: Mehdi Ajvazi mit den Kindern Leonis, Elma und Leart; Teuta Gjergjaj mit den Kidern Angjelina und David; Melihat Güzel; Doris Heuseler; Sybille Kahl; Adelheid Kirsch; Mirco Maltauro; Drandofile Musa mit dem Sohn Diar; Albert Prenaj; Shpresa Racipi; Simone Sasso mit der Ehefrau Antonella und den Kindern Samuele sowie Elia; Urs Schoch; Albine Sulejmani; Burim Sulejmani; Dawit Yohannes mit den Kindern Esaias und Miriam. Die Aufnahme erfolgt für alle Gesuchstellenden nach der Erteilung des Solothurnischen Kantonsbürgerrechts.

Denkpause zu St. Katharinen

Sergio Wyniger berichtete: Eigentlich hätte der Versammlung ein Antrag betreffend weiteres Vorgehen beim Ausbau St. Katharinen vorliegen sollen. Es hätten sich jedoch neue Gesichtspunkte ergeben und man wolle für ein Projekt dieser Grössenordnung breit abgestützte Varianten vorlegen.

In Bezug auf den Weissenstein laufen Verhandlungen betreffend der Bike-Strecke, Holzschnitzelheizung und Landabtausch. Der Bau in Bellach kommt voran. «Wir dürfen mit Optimismus in die Zukunft blicken, auch wenn noch viele Investitionen und weitere Herausforderungen bestehen», schloss Wyniger.