Der Solothurner Bürgerrat verabschiedete den kantonalen Nutzungsplan «Naturreservat Verenaschlucht» zuhanden der Gemeinde Rüttenen und überwies zwei Bürgerrechtsgesuche (Aliekber Saglam und Prianthan Thiyagarajah) an die Bürgergemeindeversammlung vom 30. Juni. Wichtigstes Traktandum der vergangenen Bürgerratssitzung war jedoch die Rechnung 2013, die mit einem Gewinn von 110 800 Franken anstelle des budgetierten Defizits von 32 800 Franken abschliesst.

Das kantonale Naturreservat «Martinsfluh-Einsiedelei-Kreuzen» hat teilweise sogar nationale Bedeutung. Die Grenzen, die Regelungen von 1972 inklusive Zuständigkeiten sind überholt und in einem neuen Nutzungsplan festgehalten worden.

In der entsprechenden Arbeitsgruppe waren die Bürgergemeinde als Grundeigentümerin, die Gemeinde Rüttenen, auf deren Gebiet das Reservat liegt, so wie der Kanton vertreten. Die Forstkommission vertritt die Meinung, dass mit der neuen Regelung die vielfältigen Nutzungen und gleichzeitig die Erhaltung der Artenvielfalt geregelt werden - dem schloss sich der Bürgerrat einstimmig an. Nun wird der Gemeinderat Rüttenen das Geschäft behandeln und dann an den Kanton zur Genehmigung weiterleiten.

Wie aus Rot Schwarz wurde

Finanzverwalter Claude Tschanz erläuterte den erfreulichen Rechnungsabschluss: Verwaltungs- und Forstrechnung schlossen beide besser als budgetiert ab, wobei zur positiven Abweichung von rund 283 000 Franken der Forstbetrieb mit 276 000 Franken den Grossteil beigetragen hat.

Michael Bühler, Forstbetriebsleiter ad interim, warnte davor, ob des erfreulichen Resultats in Euphorie auszubrechen. «Wegen des schlechten Wetters konnte praktisch kein geschlagenes Holz abtransportiert werden.

Somit entfielen hier Kosten, die aber noch anfallen werden. Dann konnte beim Unterhalt der Wege massiv gespart werden, was legitim ist, da sich diese in ausgezeichnetem Zustand befinden. Beigetragen zum guten Abschluss hat auch ein leicht höherer Kubikmeterpreis.» Wie dieser sich aber entwickeln werde, könne niemand sicher voraussagen.

Die Rechnung des Altersheims schloss mit einem Ertragsüberschuss von fast 2700 Franken ebenfalls positiv ab. Heimleiter Pascal Vonaesch erläuterte, dass dank geringer Fluktuation die Kosten für Personalinserate tief gehalten werden konnten. Dann konnten die Debitorenverluste massiv gesenkt werden, wofür er und der Finanzverwalter aus dem Rat und von dessen Präsidenten ein spezielles Lob erhielten.

Wahltag am 23. Juni

Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger teilte mit, dass auf die Ausschreibung der Forstbetriebsleiterstelle zehn, für die Funktion des Einsiedlers 119 Bewerbungen eingegangen sind. Etliche Gespräche mit Interessierten haben schon stattgefunden, und die entsprechenden Arbeitsgruppen rechnen damit, dass am 23. Juni die Wahlen vorgenommen werden können.

Am 30. Juni findet die Bürgergemeindeversammlung statt, für die der Bürgerrat am Schluss seiner Sitzung neben der Genehmigung von Bürgerrechtsgesuchen und der Jahresrechnungen auch diejenige für die teilrevidierte Gemeindeordnung und die Einwilligung zur Umzonung in Bellach traktandiert hat.