Solothurn

Bürgerrat sagt grundsätzlich Ja zur Bike-Strecke am Weissenstein

Vom Weissenstein ins Tal soll es eine familienfreundliche Bikestrecke geben.

Vom Weissenstein ins Tal soll es eine familienfreundliche Bikestrecke geben.

Die Seilbahn Weissenstein AG konnte beim Rat der Bürgergemeinde Solothurn die Zweifel zur Bike-Strecke ausräumen. Der Rat gibt grünes Licht zur Benutzung des Territoriums.

Wegen offener Fragen ist der Rat der Bürgergemeinde Solothurn (BGS) vor einem Monat auf das Geschäft «Bike-Strecke am Weissenstein» nicht eingetreten. Zur Klärung nahmen an der jetzigen Sitzung auch Vertreter von Seilbahn Weissenstein AG (SWAG) und des professionellen Streckenbauers teil.

Es gelang Rolf Studer und Konrad Stuber, die meisten Fragen zu beantworten und Zweifel auszuräumen. Der Bürgerrat gab daraufhin grundsätzlich grünes Licht zur Benutzung ihres Territoriums.

Es soll, und das war wohl das wichtigste Argument, eine familientaugliche Bike-Strecke, ein so genannter Slow-Trail, werden, mit höchstens zwölf Prozent Gefälle. «Und, wenn sich ein Gelände anbietet, wird es auch genutzt, ob nun ein Parcours angeboten wird oder nicht», gab Rolf Studer zu bedenken. Mit einer vorgegebenen Strecke könne man kanalisieren. Wer sich nicht an Recht und Ordnung halte, tue dies ohne vorgegebene Strecke noch weniger. Fahrverbote verhängen oder Bussen erteilen könnte aber nur die Polizei, die SGAW ihrerseits wäre aber in der Lage, bei Fehlverhalten Mehrfahrten einzuziehen.

Viele Fragen aus dem Bürgerrat bezogen sich auf Haftung, Versicherung und allfälligem Rückbau. Diese wurden, soweit heute möglich, befriedigend beantwortet. Studer rief dazu auf, gemeinsam „etwas für unseren Berg zu tun“. Dem mochte sich der Rat nicht widersetzen und beauftragte die Verwaltung der BGS damit, einen Vertrag von 25 Jahren Laufzeit mit der SWAG und der Bürgergemeinde Oberdorf auszuarbeiten. Er gab damit grünes Licht für die nächsten Schritte bei Kanton und weiteren betroffenen und interessierten Kreisen.

Wie weiter mit Heim und Steinbruch?

Die Arbeitsgruppe Neubau St. Katharinen hat mit Blick auf die Zukunft der beiden Häuser des Alters- und Pflegeheims bei zwei Beratungsfirmen für die Erstellung eines langfristigen Businessplanes Offerten eingeholt. Der Bürgerrat beauftragt nach sorgfältiger Abwägung für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit verschiedener Varianten die Keller Unternehmungsberatung AG (Baden). Der notwendige Kredit von 35‘000 Franken wird in das ordentliche Budget 2018 aufgenommen.

Die Arbeitsgruppe Arealentwicklung Steinbruch hat den Auftrag, einen allseits anerkannten Zonen- und Erschliessungs- und allenfalls Gestaltungsplan zu erlangen und zukünftige Nutzungsmöglichkeiten darzulegen. Das beauftragte Planteam S hat entsprechende Entwürfe vorgelegt und ein Rundtischgespräch hat stattgefunden; daran teilgenommen haben ausser der BGS die drei kantonalen Ämter für Wald, Raumplanung, Umwelt, die Koordinationsstelle Amphibien- und Reptilienschutz Schweiz, Pro Natura und die Planungskommission der EG Rüttenen. Sergio Wyniger skizzierte die weiteren Schritte: Genehmigung durch die Planungskommission und den Gemeinderat von Rüttenen und darauf die Einleitung des Mitwirkungsverfahrens. Der Bürgerrat nahm diese Orientierung zur Kenntnis.

Auf Antrag der Einbürgerungs- und Kulturkommission sicherte der Bürgerrat zu Handen der Bürgerversammlung folgenden Personen das Gemeindebürgerrecht zu: Tatjana Guldimann; Richard Haude; Jukan Sivalingam.

Ebenfalls zu Handen der Bürgerversammlung schlägt der Bürgerrat die Thomas Beer Treuhand GmbH in Bolken als mitwirkende aussenstehenden Kontrollstelle der Rechnungsprüfungskommission (RPK) für die Amtsperiode 17-21 vor. In die RPK sind in stiller Volkswahl Jeannette Hansen und Charlie Schmid (beide FDP) sowie Ayla Susak (CVP) gewählt worden.

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