Solothurn

Breitere Trottoirs freuen die Beizer in der Vorstadt

Hier wird es etwas breitere Trottoirs geben.

Hier wird es etwas breitere Trottoirs geben.

Im nächsten April beginnt nun auch die Umgestaltung der Berntorstrasse.

Seit Jahren wird um die Neugestaltung der Berntorstrasse in der Vorstadt gerungen. Ein Problem: Täglich passieren rund 400 Busse den schmalen Korridor zwischen der Wengibrücke und dem Rossmarktplatz, der bereits seit zwei Jahren fussgängerfreundlich umgestaltet ist. Nun wird diese Verbesserung auch für den letzten Abschnitt der Vorstadtachse, die Berntorstrasse, aktuell. «Der Baubeginn ist auf den 9. April, also den Beginn der Frühlingsferien vorgesehen», bestätigt Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt, auf Anfrage, nachdem die Stadt die entsprechenden Arbeiten offiziell ausgeschrieben hat.

Dies wurde möglich, weil vor einigen Wochen das Baugesuch zur Umgestaltung der Strasse sowie der Verkehrssignalisation rechtskräftig geworden ist. Keinen Einfluss auf die Umgestaltung habe jedoch ein Einspracheverfahren, das noch gegen den Parkierungs- und Erschliessungsplan Vorstadt hängig ist, wird aus dem Stadtbauamt präzisiert.

Busse im Einbahnregime

Die grosse Frage war, ob die BSU-Busse wie früher praktiziert weiterhin in der Berntorstrasse kreuzen könnten. Nach einem längeren Provisorium mit einem ampel-gesteuerten Ampel-Regime steht nun fest: Die Busse müssen aufeinander warten und können nicht kreuzen. Das erlaubt die Haupt-Innovation bei der Umgestaltung, die Verbreiterung der Trottoirs – ein Anliegen der Anstösser insbesondere mit Restaurationsbetreiben. Andrea Lenggenhager: «Dort wo jetzt die weissen Randlinien markiert sind, werden die Randsteine versetzt.» So entstehe eine Verbreiterung bis zur neuen Randsteinbegrenzung auf den jetzigen Linien.

Verkehrsregime wie gehabt

Zu grösseren Diskussionen in der Anwohnerschaft hatte über all die Jahre das Verkehrsregime im Kern der Vorstadt geführt. Mit der Umgestaltung der Berntorstrasse kommt nun ebenfalls die provisorisch seit längerem geltende Verkehrsführung zur definitiven Umsetzung. «Das Verkehrsregime aus dem Obern in den Unteren Winkel und die Wegfahrt über die Prisongasse sowie den Rossmarktplatz bleiben so», bestätigt die Leiterin Stadtbauamt.

Die heutige Engstelle im Unteren Winkel mit einer Breite zwischen 3,1 und 3,3 Metern werde allerdings auf 3,8 Meter verbreitert.

Ein weiterer Kritikpunkt – dazu wurde sogar eine Anwohnerpetition eingereicht –– war die Eisenbahnunterführung zwischen dem Alten Spital und der Krummturmschanze. Diese sei für das Passieren der Schulkinder zu gefährlich, wurde argumentiert. Dem trägt man nun laut Andrea Lenggenhager Rechnung: «Das Trottoir in der Unterführung wird auf 2 Meter verbreitert und die Fahrbahn auf ca. 4,1 Meter verengt.» Die Unterführung könne jedoch weiterhin in beiden Richtungen befahren werden. «Vortrittsberechtigt ist jedoch wegen der Sichtverhältnisse der ostwärts fahrende Verkehr in Richtung Altes Spital.»

Welche Parkplätze bleiben

Definitiv aufgehoben werden die wenigen Parkplätze entlang des Bahndamms in der Adlergasse. Bestehen bleiben jedoch die sechs Parkplätze sowie ein Behinderten-Parkplatz im Oberen Winkel vor dem Alten Spital. Wieweit die Parkplatzsituation sich sonst in der Vorstadt verändern könnte – zur Diskussion standen schon die von der Stadt an Private vermieteten Parkplätze im Kreuzackerpark – und auch wie es mit dessen Umgestaltung weitergeht, ist derzeit noch offen. Entsprechende Antworten werde sie «zu einem späteren Zeitpunkt liefern», meint Andrea Lenggenhager auf unsere Nachfrage zu diesem Thema.

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