Breakdance
Breakdancer tanzten sich in Solothurn an die WM

Am Wochenende trafen sich im Solothurner Rothus Tänzer zum internationalen Breakdance Wettbewerb «Original Flavor Vol. 1». Dazu reisten Hip-Hopper aus Polen, Israel und New York an. Es winkte ein Ticket an die WM in der Ukraine.

Hans Peter Schläfli
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Rasanter breakdance in der Rothus-Galerie
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Wenn die Welt Kopf steht
Manchmal geht alles sehr schnell
Tempo, Tempo
Breakdance-Wettbewerb in Solothurn
Gelenkigkeit ist gefragt
Die Fans gehen mit
Die beine rotieren
Die Jury debattiert

Rasanter breakdance in der Rothus-Galerie

Hans Peter Schläfli

Der holländische DJ Lu chi sz legte am Samstag den Funk des «Godfather of Soul» und seiner Anhänger im Solothurner Rothus auf. Es gab drei Wettbewerbe: den Kidz Battle für den Nachwuchs, den Battle der «Floor Masterz 1:1», und die Konkurrenz «Jam Master 2:2», bei der in Zweiergruppen um Ehre, Respekt und vor allem die Qualifikation für die WM in der Ukraine getanzt wurde.

Beim «Kidz Battle» - der jüngste Tänzer war gerade 9 Jahre alt - flog ab und zu einer der Turnschuhe wegen der rasanten Rotationen ins Publikum. Vielleicht war es aber auch, weil einige der B-Boys - so nennen sich die Hip-Hopper - grosszügig auf Schuhbändel verzichten.

Die Akrobatik der Breakdancer ist mit dem Kunstturnen vergleichbar. Aber auch das "Posen" ist Programm, ebenso gehört während einem "Battle" beim Breakdance das Provozieren der Konkurrenz zum Wettbewerb. Der B-Boy muss sich Respekt verschaffen, Imponiergehabe beim sogenannten «Top Rocking» inklusive.

Tätlichkeit bedeutet Aus

Im grossen Final der «Jam Masters» standen die Neuenburger «Deep Trip» den Basler «Rough Necks» immer wieder extra in den Weg, wenn diese zu ihren spektakulären «Powermoves», also Akrobatikeinlagen ansetzten. Die nervten sich so, dass ein «Rough Neck» einen Gegner wegstiess. Das war die Entscheidung. Obwohl sich «Deep Trip» bis dahin für alle offensichtlich unfair verhalten hatten, wurden sie als Sieger erkoren.

Die eigentlich deutlich spektakuläreren «Rough Necks» hatten die absolute Todsünde in einem Hip-Hop-Battle begangen. «Jede Tätlichkeit bedeutet das sofortige Aus», erklärte Elvis Petrovic, der mit seiner Tanzschule «Funky Flavor» den Event organisiert hatte. Somit dürfen nun «Deep Trip» an die WM in die Ukraine fahren, gratis und alles inklusive.