Noch immer laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft rund um die Ausschreitungen vom 11. November 2011 neben der Kulturfabrik Kofmehl. Die Polizei hat sechs Personen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Gegen drei ist bisher ein rechtskräftiges Urteil ergangen. Im Gebiet der Solothurner Westumfahrung war es am 11.11. zu massiven Ausschreitungen gekommen. Mehrere Container brannten. Steine, Blumenkisten und Glasflaschen flogen gegen die Polizei. Diese setzte ihrerseits Tränengas und Gummischrot ein. Vier Polizisten mussten sich in ambulante ärztliche Behandlung begeben.

«Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile gegen drei Personen einen Strafbefehl erlassen», erklärt Sabine Husi, stellvertretende Oberstaatsanwältin, auf Anfrage. Dabei handle es sich um die Delikte Hinderung einer Amtshandlung, Trunkenheit und unanständiges Benehmen sowie Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes. Die drei Strafbefehle, die die Staatsanwaltschaft ausgestellt hat, sind rechtskräftig.

Bildmaterial unterstützt

Drei weitere Verfahren sind bei der Anklagebehörde hängig. Gegen zwei Personen wird eine Untersuchung wegen Landfriedensbruch geführt. Gegen einen weiteren Beschuldigten hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen einfacher Körperverletzung eröffnet. Bei der Jugendanwaltschaft ist ein Verfahren hängig, bei dem es sich laut der Jugendstaatsanwaltschaft jedoch um einen «Bagatellfall» handelt.

Noch immer ermittelt die Polizei. «Fragen rund um die Organisatoren der Demonstration, und die Verantwortlichen für die Sachschäden bilden Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen», erklärt Husi. Bei ihren Abklärungen stützen sich die Strafverfolgungsbehörden auch auf Bildmaterial aus der Krawallnacht.