Solothurn
Bipperlisi-Fan Kurt Fluri hält das Doppelgleis-Projekt für «überrissen»

Er gilt eigentlich als glühender Fan des Bipperlisis; Stadtpräsident Kurt Fluri. Doch das Doppelgleis-Projekt birgt für ihn etliche Risiken, was die Fahrplansicherheit anbelangt.

Wolfgang Wagmann
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Kurt Fluri benützt das Bipperlisi oft und gerne.

Kurt Fluri benützt das Bipperlisi oft und gerne.

Hanspeter Bärtschi

«Überrissen» ist das Projekt der doppelten Gleisführung auf der Baselstrasse für Stadtpräsident Kurt Fluri. Er selber sitzt auch im Verwaltungsrat der Bipperlisi-Betreiberin Aare Seeland Mobil asm und meint, diese Variante sei keineswegs ihr Wunsch gewesen. «Ich hätte die bisherige eingleisige Spurführung und deren Sanierung bevorzugt», befürchtet Fluri, dass die Bahn mit zwei Gleisen den Fahrplan nicht mehr halten könne, was fatale Folgen für die Fahrplansicherheit hätte. «Das Doppelgleis hat auch nichts mit dem dereinst angestrebten Viertelstundentakt zu tun.» Die Stadt Solothurn müsse sich zwar finanziell nicht am 27-Mio.-Projekt auf Stadtboden beteiligen, «aber dank den vielen Fonds ist genug Geld für solche Projekte vorhanden.»

Solche Bilder gehörden in wenigen Jahren der Vergangenheit an: Das Bipperlisi verkehrt dann über die gesamte Baselstrasse auf zwei Geleisen, und die Autos fahren nicht mehr in der gleichen Richtung nebenher.
8 Bilder
Umbau auf der Baselstrasse: Schon im Baseltorkreisel soll ein Doppelgleis geführt werden.
Ein Doppelspur-Gleis, hier im Baseltorkreisel.
Die Haltestelle Sternen wird verschoben.
Blick die Baselstrasse entlang.
Wenn das Bipperlisi kommt, gibts eine Spur für die Autos. Velos haben einen eigenen Streifen.
Und so werden die Gleise dann beim St.Katharinen auf die Seite geführt
Die Visualisierung der Situation

Solche Bilder gehörden in wenigen Jahren der Vergangenheit an: Das Bipperlisi verkehrt dann über die gesamte Baselstrasse auf zwei Geleisen, und die Autos fahren nicht mehr in der gleichen Richtung nebenher.

Wolfgang Wagmann

Druck von Bundesamt

Offenbar habe das Bundesamt für Verkehr BAV Druck auf die Aare Seeland Mobil ausgeübt, dass Bundes-Unterstützung nur für die Zweigleis-Variante fliesse, weil damit die Situation für den Velo- und Fussgängerverkehr optimiert werden könne. «Aber das wird noch einen langwierigen politischen Prozess absetzen», so Fluris Einschätzung in Bezug auf die Absicht, 2023 mit der Realisierung des Projekts zu beginnen. Aber er glaubt auch, dass Widerstand gegen die Ausbaupläne kaum Aussicht auf Erfolg habe.