«Überrissen» ist das Projekt der doppelten Gleisführung auf der Baselstrasse für Stadtpräsident Kurt Fluri. Er selber sitzt auch im Verwaltungsrat der Bipperlisi-Betreiberin Aare Seeland Mobil asm und meint, diese Variante sei keineswegs ihr Wunsch gewesen. «Ich hätte die bisherige eingleisige Spurführung und deren Sanierung bevorzugt», befürchtet Fluri, dass die Bahn mit zwei Gleisen den Fahrplan nicht mehr halten könne, was fatale Folgen für die Fahrplansicherheit hätte. «Das Doppelgleis hat auch nichts mit dem dereinst angestrebten Viertelstundentakt zu tun.» Die Stadt Solothurn müsse sich zwar finanziell nicht am 27-Mio.-Projekt auf Stadtboden beteiligen, «aber dank den vielen Fonds ist genug Geld für solche Projekte vorhanden.»

Druck von Bundesamt

Offenbar habe das Bundesamt für Verkehr BAV Druck auf die Aare Seeland Mobil ausgeübt, dass Bundes-Unterstützung nur für die Zweigleis-Variante fliesse, weil damit die Situation für den Velo- und Fussgängerverkehr optimiert werden könne. «Aber das wird noch einen langwierigen politischen Prozess absetzen», so Fluris Einschätzung in Bezug auf die Absicht, 2023 mit der Realisierung des Projekts zu beginnen. Aber er glaubt auch, dass Widerstand gegen die Ausbaupläne kaum Aussicht auf Erfolg habe.