Stadttheater Solothurn
Bildband beleuchtet die Geschichte und Renovation des Theaters

Ein Architekturbuch ganz besonderer Art ist soeben zur Neueröffnung des Stadttheaters Solothurn erschienen.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Bildband zur Geschichte und Renovation des Solothurner Stadttheaters
6 Bilder
Der Blick auf die Bühne mit neuem Kronleuchter.
Das alte Theaterfoyer
Foyer nach den Abbrucharbeiten. Der neue Liftschacht rechts im «Haus Krieg» ist betoniert. Links im Bild der Saaleingang.
Das neue Theaterfoyer
Theatergasse um 1920 mit Blick auf die Nordfassade des Stadttheaters. Der vorgelagerte Balkon wurde im Rahmen des Umbaus 1936 abgebrochen.

Bildband zur Geschichte und Renovation des Solothurner Stadttheaters

zvg

Edle Ausstattung, tolle Fotos, gelungene Texte: den Herausgebern, phalt Architekten Solothurn und Zürich, ist es gelungen, mit diesem Bildband die Geschichte rund um das Stadttheater Solothurn um eine weitere, wichtige Publikation zu erweitern. Der Autorenreigen beginnt mit Peter Bichsel. Er erinnert sich an «die gute alte Zeit» und resümiert: «Ich wünsche dem Theater, dass die Renovation ein bisschen mehr Öffentlichkeit zur Folge hat.»

Stadtpräsident Kurt Fluri blickt zurück auf die Geschichte des Theaterwesens in der Stadt Solothurn und wie die Einwohnergemeinde zu diesem Haus kam. 2003 habe die Stadt Solothurn eine Studie erstellen lassen, die erhebliche Mängel in der Bühnentechnik und bei der Arbeits- und Betriebssicherheit feststellte. Im Mai 2011 wurde dann festgestellt, dass eine umfassende Sanierung der Gebäude notwendig sei, denn: «Es musste gar zur Kenntnis genommen werden, dass ohne massive Verbesserungen beim Brandschutz und bei den Fluchtwegen mit einer Schliessung des Betriebes gerechnet werden müsste.» Das wäre dann das Ende des Theaters in Solothurn gewesen, aber auch das Ende der Liebhaber-Theatergesellschaft Solothurn, schreibt Fluri. Über den positiven Abstimmungsausgang zugunsten der Renovation bilanziert er: «Offensichtlich herrscht in unserer Bevölkerung eine tiefe Überzeugung, dass die Kultur im Allgemeinen und das Theater im Speziellen sich nicht primär durch finanzielle Kriterien prägen lassen darf.».

Zu Wort kommen auch Urs Bertschinger, Bauforscher und Stefan Blank, Kantonaler Denkmalpfleger. Neben einer ausführlichen Geschichte des Hauses nimmt die Wiederentdeckung der barocken Emporenmalerei und deren Sicherung und Rekonstruktion in ihrem Bericht breiteren Raum ein. Als weiterer Autor würdigt Caspar Schärer, Architekt und Journalist, die architektonische Leistung der phalt Architekten. Er schreibt: «Fast hat man das Gefühl, es hätte doch schon immer so sein müssen».

Die Fotos im Bildband stammen von den Architekturfotografen Johannes Iff, Roger Frei, Bernd Druffel. Sie geben die jetzt unvergleichliche elegante und stilvolle Atmosphäre des Hauses wider.

«Stadttheater Solothurn – Umbau des ältesten Theaters der Schweiz» Bern: Stämpfli Verlag. Buchvernissage: Sa, 31. 1., 10.30–12 Uhr im Studio Arici des Stadttheaters Solothurn.