Als wäre der slowUp durch den Bucheggberg nicht Bekenntnis genug für die Veloregion Solothurn: Die Bike Days, die in der Stadt vom 20. bis 22. Mai stattfinden, nehmen diesen sportlichen Schwung auf und widmen sich ebenso ausgiebig, familientauglich und vielfältig der Welt der Zweiräder.

Die Vielfalt des Grossanlasses streicht auch der Präsident des Organisationskomitees, Erwin Flury, hervor: «An keiner anderen Veloveranstaltung in der Schweiz werden so viele Velodisziplinen zelebriert», ist er sich sicher.

Mit einem Vorjahresrekord von 27'500 Besuchern hat der Anlass eine Marke gesetzt, die er heuer mit einem breiten Angebot für Velofreunde übertreffen will: Wie jedes Jahr bestimmen Wettkämpfe und eine Velo-Expo mit Kaufgelegenheiten und Testmöglichkeiten, ebenso ein Rahmenprogramm die drei sportlichen Tage.

Für Spassfahrer und Profis

Eines der sportlichen Highlights ist der traditionelle Swiss Bike Cup (früher BMC Racing Cup genannt), der über sechs Kilometer mit einem Höhenunterschied von 130 Metern vom Schanzengraben bergwärts und wieder zurück führt. Bestritten wird der Contest heuer mehrheitlich von Nachwuchskategorien. Gerade am Sonntag wird das Feld des Bike Cups dann auch für Spasskategorien geöffnet. Auf der Route durchs Fegetzquartier werden zeitweilige Strassensperrungen unumgänglich sein. Laut OK stehen eingesetzte Verkehrshelfer den ankommenden und wegfahrenden Anwohnern dabei unterstützend zur Seite.

Ebenso im Zeichen der Radzukunft steht die Disziplin des MTB-Dirtjump, bei dem Mountain Bikes über Erdhügel manövriert werden. Erstmals führen die Organisatoren eine Schweizer Qualifikationsrunde für die internationale Freeride-Mountainbike-World-Tour durch. Mit Kathi Kuyper aus Deutschland steht übrigens zum ersten Mal auch eine Frau bei der Freestyle-Disziplin am Start.

Den Auftakt der Bike Days macht der traditionelle «Öufi»-Cup, der dem Grossanlass mit schweizweiter Ausstrahlung auch Lokalkolorit verleiht. Dreierteams (in denen jeweils auch eine Frau sowie eine prominente Person sein müssen) wetteifern um einen Wanderpokal. Unter den diesjährigen Promis befindet sich unter anderem auch die ehemaligen Kunstturnerin Ariella Kaeslin.

Doch auch «indoor», genauer in der Reithalle, dominieren die Zweiräder: Beim BMX-Flatland World Circuit kommen die Fans der Veloakrobatik aus dem Stand auf ihre Rechnung, dargeboten von Profispielern mit Weltformat. Neben Wettkämpfen kommen die Könner aber auch während der Bike Nights am Freitag und Samstag zum Einsatz, kombiniert mit Partyatmosphäre.

Übersicht über aktuelle Trends

Neben den Wettkämpfen bildet die Velo-Expo den anderen inhaltlichen Schwerpunkt der Bike Days. 120 Aussteller bieten Produkte rund ums Velo, und über 250 Modelle stehen zum Ausprobieren bereit. Daneben rühren als Aussteller auch Tourismusdestinationen ihre Werbetrommeln, was dem Velofreund einen Rundum-Überblick über die Möglichkeiten seines Sports liefert.

Dabei zeichnen sich an der grössten Bike-Ausstellung der Schweiz die gegenwärtigen, sich weiterentwickelnden Trends ab – wie die E-Mountain-Bikes, die man auf einem Kurs durch die Altstadt testen kann. Weitere Möglichkeiten, selbst in die Pedale zu treten, finden sich in der «Test Village» oder in der «Active Zone» auf der Chantierwiese, wo auf dem Pumptrack, im Mini Drome oder bei weiteren Angeboten die unterschiedlichen Velodisziplinen oder auch Produkte ausprobiert werden können.

Verantwortet wird das Velofestival von einem zehnköpfigen Kernteam, das seinerseits von einem erweiterten OK von 20 zusätzlichen Helfern unterstützt wird. Rund 200 Freiwillige, aber auch Schulen und Vereine wirken unterstützend beim Grossereignis mit.