Am Freitag war es der Ast, am Samstag flogen die Späne. So lässt sich das Unterhaltungsangebot im Festzelt des ersten Schweizer Camping Festivals zusammenfassen. Elf Ausflüge in die Stadt und die Region gehörten ebenso zu den Höhepunkten des Festivals, wie das Grillen und Chillen oder eben die Konzerte von Span und Florian Ast.

An einem Abend zeigte Grillmaster Stüssi, wie man das Fleisch richtig zubereitet, am nächsten Tag stand ein Burger-Abend auf dem Programm. Und das alles erst noch gratis – oder besser gesagt im Preis inbegriffen. Eine Kaffeemaschine gab es oben drauf und sogar ein kostenloser Reparaturdienst für Wohnmobile stand auf dem TCS-Camping bereit.

«Die Exkursionen und die Partys locken die Gäste an und für uns ist das Camping Festival eine ideale Plattform, um sich zu zeigen, erklärte Claudio Rosset von der Steffisburger Firma Ruchti das Konzept. «Ich denke nicht, dass wir als Sponsor des Festivals heute ein Fahrzeug verkaufen werden. Aber der eine oder andere Kunde wird sich vielleicht die ersten Gedanken dazu machen. Ich empfehle dann, dass man sich das erste Mal ein Fahrzeug mietet, um das Feeling richtig kennenzulernen. In zwei, drei Jahren besucht uns dann dieser Kunde vielleicht wieder und realisiert seinen Traum, indem er bei uns ein Wohnmobil kauft.»

Frühzeitig ausverkauft

«Alle Stellplätze des Camping Festivals sind ausgebucht.» Diesen stolzen Satz lasen die vielen Camper seit einigen Wochen, wenn sie sich im Internet für das Wochenende auf dem Solothurner Campingplatz anmelden wollten. Das Konzept hat also gegriffen und das Pilotprojekt war ein durchschlagender Erfolg. «Wir planen, nächstes Jahr das Camping Festival im Wallis durchzuführen», fasste Organisator Jürg Moor seine erste Bilanz zusammen.

Als Leiter des Solothurner TCS-Resorts ist Moor gleichzeitig auch verantwortlich für die Durchführung der TCS-Events, was erklärt, warum Solothurn für das Pilotprojekt ausgewählt wurde. «Das Campen ist derzeit stark in Mode, aber wir müssen den Trend jetzt auch langfristig umsetzen. So ist die Idee eines Camping Festivals entstanden. Der TCS will sich als grösster Anbieter etablieren und das Campen etwas verjüngen und entstauben. Der Gast will in die Natur hinaus, aber nicht auf Komfort verzichten. Und der Camper will etwas erleben.»

Dazu seien die Ausflüge ins Programm aufgenommen worden in das Festzelt sei wie eine Art Dorfplatz aufgezogen, erklärt Moor. «Hier trifft man auf ein Bierchen, zum Grillen und Musik hören.»

Die Preise pro Stellplatz lagen für das ganze Wochenende zwischen 269 Franken für Mitglieder und 309 Franken. Und wer das «Bändeli» am Handgelenk trug, durfte gratis essen und trinken. Alles in allem ein sehr preiswertes Angebot. Aber der TCS ist je kein Wohltätigkeitsverein, wie kann ein derart umfangreiches Programm überhaupt finanziert werden? «Nur dank der Sponsoren ist es möglich, ein solches Festival durchzuführen», hält Jürg Moor fest.