Schwingen

Bezwingt Bruno Gisler am «Kantonalen» endlich König Kilian?

Auch am «Oberaargauischen» in Rumisberg schwang Kilian Wenger gegen Bruno Gisler oebenauf

Auch am «Oberaargauischen» in Rumisberg schwang Kilian Wenger gegen Bruno Gisler oebenauf

Am Solothurner Kantonalfest am Sonntag wird ein besonderer Leckerbissen erwartet. Prominentester Name auf der Schwingerliste ist Kilian Wenger. Der Schwingerkönig tritt mit fünf Vereinskollegenl gegen die Nordwestschweizer Spitze an.

Nur drei Tage nach dem Baselstädtischen Schwingertag erhalten die Nordwestschweizer Spitzenschwinger am Solothurner «Kantonalen» in der Stadt Solothurn Gelegenheit, sich für die Schlappe in Riehen zu revanchieren. 139 Schwinger sind für das morgige Schwingfest auf der Chantierwiese vor dem Baseltor eingeschrieben. Prominentester Name auf der Schwingerliste ist Kilian Wenger. Der Schwingerkönig tritt mit fünf Vereinskollegen vom Schwingklub Niedersimmental gegen die Nordwestschweizer Spitze an. Diese ist nach der empfindlichen Niederlage am Auffahrtstag in Riehen doppelt motiviert. Der Technische Leiter Stefan Strebel prognostizierte unmittelbar nach dem Baselstädtischen Schwingertag: «In Solothurn werden unserer Schwinger Gas geben. Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Spitze am Sonntag rehabilitiert.»

Auch die «bösesten» Solothurner bekundeten in der Nordwestschweizer Ecke ihre liebe Mühe. Bruno Gisler, der überragende Schwinger der letzten Saison, hatte schon im Anschwingen Glück, gegen Willy Graber nicht zu verlieren. Im fünften Gang tauchte er dann überraschend gegen den stärksten Baselbieter, Michael Gschwind. Der zweite Solothurner «Eidgenosse», Thomas Zindel, verlor im vierten Gang gegen Willy Graber, behauptete sich aber wie Zindel sicher in den Kranzrängen.

Wie ist der König zu bremsen?

Die Gretchenfrage morgen Sonntag ist simpel: «Wer stoppt Kilian Wenger?» Weil die Solothurner als Gastgeber auftreten, muss wohl Bruno Gisler in den sauren Apfel beissen und sein Startduell gegen den König austragen. Ziel ist ein «Gestellter». Dies wäre für den Nordwestschweizer Leader schon halbwegs eine Revanche für die Startniederlage am «Eidgenössischen» 2010 in Frauenfeld. Auch am Oberaargauischen Schwingfest in Rumisberg im Juni 2011 unterlag Gisler dem König. Darüber hinaus müssen auch die drei Aargauer «Eidgenossen» Christoph Bieri, Mario und Guido Thürig in den folgenden Gängen mithelfen, den prominenten Sieganwärter zu bremsen.

Mit vereinten Kräften kann diese Vorhaben gelingen. Doch die Favoritenrolle gehört zu 100 Prozent dem Schwingerkönig. Zweites Augenmerk jedes Kranzfestes ist die Kranzbilanz. Am «Baselstädtischen» schnitten die Solothurner mit acht Auszeichnungen klar am besten ab. Bleibt abzuwarten, ob sich diese Bilanz beim Heimauftritt gar noch steigern lässt, oder ob den Aargauern und Baselbietern eine Korrektur des Stärkeverhältnisses gelingt.

Das Anschwingen ist auf 8.30 Uhr angesetzt. Der Schlussgang soll um 16.45 Uhr beginnen. Für den Sieger winkt der Muni mit dem passenden Namen «Hercules».

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