Solothurn
Bereits über 2'000 Werke am Kunst-Supermarkt verkauft

Seit dem 11. November wird an der Schöngrünstrasse 2 Kunst verkauft. Das Haus des «Rothus-Verlags» präsentiert sich noch bis zum 6. Januar als Kunst-Supermarkt. Das Zwischenfazit: Bereits gingen über 2000 Werke über die Theke.

Lea Durrer
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Der Kunst-Supermarkt im Haus des «Rotbuch-Verlags»
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80 Künstler bieten ihre Werke zum Verkauf an
Organisator des Kunst-Supermarkts: Peter-Lukas Meier
Kunst-Supermarkt in Solothurn
Peter-Lukas Meier
Peter-Lukas Meier mit einem der Werke

Der Kunst-Supermarkt im Haus des «Rotbuch-Verlags»

Mit 5'000 Werken von 81 Künstlern aus der Schweiz und elf weiteren Nationen ist der 12. Kunst-Supermarkt am 11. November gestartet. Peter-Lukas Meier zeigt sich mit dem bisherigen Verkauf zufrieden: «Wir haben sicher bereits über 2'000 Werke verkauft», zieht der Organisator und Veranstalter Zwischenbilanz.

Auch die Besucherzahlen seien erfreulich. Besonders da die Kunstinteressierten nicht mehr alle Anfang November die Halle bevölkern würden. «Die Leute haben kapiert, dass wir auch im Dezember noch eine gute Auswahl anbieten können», so Meier. Die Situation sei nun «viel besser und angenehmer.»

Geschichte und Konzept des Kunst-Supermarkts

Die Geschichte: Einen Kunst-Supermarkt gibt es nicht nur Solothurn. Der Spanier Mario Terés hat die Idee entwickelt, Kunst nicht nur für ein elitäres Publikum zugänglich zu machen. Er eröffnete 1998 den ersten Markt dieser Art im deutschen Marburg. Im Jahr darauf kam Frankfurt dazu. Später Solothurn, Giessen und schliesslich Berlin. Seit 2007 gibt es einen Kunst-Supermarkt in Wien.

Peter-Lukas Meier, Veranstalter und Organisator des Solothurner Kunst-Supermarktes, arbeitet eng mit Torés zusammen.

Das Konzept: Künstlerinnen und Künstler, die schwerpunktmässig aus der Schweiz kommen, bieten Werke in den Preisklassen 99, 199, 399 und 599 Franken an. Jeder Künstler muss mindestens 40 Werke liefern. Sie sind mit 50 Prozent an den verkauften Arbeiten beteiligt.

Dekorative Kunst läuft am besten

Der Bestand wird nach und nach aufgestockt. So umfasst der Kunst-Supermarkt mittlerweile 6'500 Werke, die entweder für 99, 199, 399 oder 599 Franken angeboten werden. Bis Anfang Januar soll die Hälfte davon verkauft werden, schätzt Meier. Dementsprechend sollen noch ungefähr 1'000 Bilder, Drucke und Skulpturen an den Mann oder die Frau gebracht werden.

Besonders gut würde dekorative und populäre Kunst laufen, so der Organisator. «Diese wird eher gekauft als anspruchsvolle Kunst wie beispielsweise Skizzen und Tusche-Zeichnungen.»

Wegen Weihnachten wird nicht mehr verkauft

Während in der Stadt der Weihnachtsverkauf auf Hochtouren läuft, will Meier nicht sagen, dass der Verkauf im Haus des «Rothus-Verlags» ebenso anzieht. Das liege vor allem daran, dass man sich wegen unterschiedlicher Geschmäcker nur schwer ein Bild schenken kann. Gutscheine würden hingegen gut laufen.

Besucher aus der ganzen Schweiz

Im letzten Jahr schmökerten rund 30'000 Besucher aus der ganzen Schweiz im Kunst-Supermarkt. Dieses Jahr dürfte sich die Besucherzahl im ähnlichen Rahmen halten, schätzt Peter-Lukas Meier und stellt klar: «Gezählt werden die Besucher nicht.» Meier rechnet wie 2010 mit seiner Daumenregel «Pro zehn Besucher ein verkauftes Werk».

Der Kunst-Supermarkt ist noch bis am 6. Januar geöffnet.