Solothurn
Beratungen bleiben das Kerngeschäft des Mieterverbandes

Die Rechtsberatung bleibt das Kerngeschäft des Mieterinnen- und Mieterverbandes Solothurn und Umgebung. 463 Personen haben im vergangenen Jahr dessen Dienstleistung in Anspruch genommen.

Katharina Arni-Howald
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463 Personen haben im vergangenen Jahr die Rechtsberatung in Anspruch genommen. (Symbolbild)

463 Personen haben im vergangenen Jahr die Rechtsberatung in Anspruch genommen. (Symbolbild)

Keystone

Bei den Ratsuchenden handelte es sich zusätzlich zu den 310 Mitgliedern um 99 Nichtmitglieder und 54 Neumitglieder. Den an der Mitgliederversammlung vorgelegten Unterlagen für das Jahr 2015 ist zu entnehmen, dass es sich bei den Beratungsgesprächen mehrheitlich um Mängel, Mietzinssenkungen, Kündigungen und Nebenkosten handelte.

Zu den Mietzinssenkungen schreibt der an der Versammlung abwesende Präsident Fabian Malovini: «Obwohl in den vergangenen Jahren aufgrund des gesunkenen Referenzzinssatzes schon viele Mieterinnen und Mieter eine Mietzinssenkung verlangt haben, ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft.»

Etliche Vermieter würden nach wie vor übersetzte Mietzinse verlangen. Aktuell stehen den Mitgliedern pro Woche drei Rechtsberaterinnen und Rechtsberater kostenlos zur Verfügung. Ein Teil der an der Versammlung Anwesenden bemängelte, dass es nicht möglich sei, im Voraus einen Termin zu vereinbaren, was lange Wartezeiten zur Folge habe.

In Abwesenheit des Vereinspräsidenten nahm die Sekretärin des Verbandes, Alexandra Aerni, die Anregungen entgegen und versprach, die Angelegenheit zu prüfen.

Angespannte Finanzlage

Erfreulicherweise konnte der Jahresverlust von 6'608 Franken im Vorjahr auf noch 3'565 Franken reduziert werden. Trotzdem bleibe die Situation bei den Finanzen angespannt», schilderte Aerni die gegenwärtige Lage, für die in erster Linie der hohe Mietzins für die Büroräumlichkeiten verantwortlich sei. Um die Rechnung zu entlasten, stehe die Suche nach billigeren Räumen im Vordergrund. «Wir wären auch zufrieden, wenn wir uns irgendwo einmieten könnten.»

Trotz einigen Voten, als Sparmassnahme den Mitgliederbeitrag anzuheben, wurde schliesslich beschlossen, diesen für die gegenwärtig 1'393 Mitglieder bei 70 Franken zu belassen.

In Abwesenheit wiedergewählt wurden der Verbandspräsident Fabian Malovini sowie Irene Gaetani, die bereits seit kurzer Zeit im Vorstand mitwirkt.