Bellach
Alle wollen «den Move» fühlen: Kinder und Jugendliche toben sich in der Kaselfeldhalle so richtig aus

Der erste «Feel the Move» war ein Erfolg. Die Organisatoren mussten sogar einige Kinder wieder nach Hause schicken, da der Ansturm so gross war.

Hans Peter Schläfli
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"Feel the Move" in der Kaselfeldhalle in Bellach

"Feel the Move" in der Kaselfeldhalle in Bellach

Hans Peter Schläfli

Um fünf Uhr hätte die Tür zur Bellacher Kaselfeldhalle geöffnet werden sollen, doch bereits eine Stunde früher standen die ersten Schulkinder draussen in Sturm und Regen an. Und dann gab es sogar ein paar Tränen der Enttäuschung: Die Organisatoren der Jugendarbeit der Stadt Solothurn waren mit der schieren Zahl der Schulkinder überfordert. Sie mussten schweren Herzens einige wieder nach Hause schicken. Es waren einfach zu viele, die am ersten «Feel the Move» des Jahres teilnehmen wollten.

Dann wurde der fröhliche Übermut der Schulkinder von der 1. bis zur 6. Klasse fast so stürmisch wie das Wetter draussen. Matten, Bänke, Bälle, Tore – alle möglichen Turngeräte kamen zum Einsatz. Denn das Spezielle an «Feel the Move» ist das offene Angebot. Die Kinder und Jugendlichen bestimmen selber, was sie machen wollen. Die erste «Schicht» mit den Primarschülern wollte diesmal Burgen bauen, es folgten Fussball und Trampolin Basketball.

«Für uns sind der soziale Kontakt und die Möglichkeit, sich frei austoben zu können, das Wichtigste»,

beschreibt Jugendarbeiter Till Baumann das Konzept. «Es ist nicht das Ziel, sportliche Fähigkeiten zu unterrichten. Bei uns dürfen sich die Schulkinder frei entfalten, und wir sind hauptsächlich dafür da, sie dabei zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass alles im sicheren und geordneten Rahmen bleibt.»

Jeden Samstag eine offene Halle

Bei der zweiten Schicht, den Oberstufenschülern, war denn auch deutlich zu erkennen, dass sich die Bedürfnisse in diesem Alter ändern. Musik und die Gespräche werden wichtiger, die Pausen zwischen den sportlichen Aktivitäten sind länger.

«Unsere Idee wäre es, in der kalten Jahreszeit jeden Samstag eine Turnhalle zu öffnen», sagt Baumann. Der Lockdown habe die Kinder und Jugendlichen besonders hart getroffen, weil ihnen in den drei Wintermonaten so viele Aktivitäten, die für die Entwicklung bedeutend sind, verboten wurden. Das nächste «Feel the Move» findet am kommenden Samstag in der Turnhalle Hermesbühl statt.