Die Erderhebungen im Süden des Henzihofs erinnert an skurrile Felsformationen, an eine Kunstinstallation oder an ein mögliches beginnendes Bauprojekt im Entwicklungsgebiet Weitblick. Vielmehr tüftelt hier aber seit einigen Jahren ein junges Team an einem Bikepark auf einer Gesamtfläche von rund 1100 Quadratmetern.

Die Stadt hatte im Rahmen einer Zwischennutzung eingewilligt, das Land im Entwicklungsgebiet Weitblick bis zur definitiven Nutzung für Bikefans zur Verfügung zu stellen. Einsprachen, finanzielle Engpässe und Probleme bei der Beschaffung des Baumaterials hatten das Projekt dann aber zum Stocken gebracht.

Zumindest der Umstand, dass man die sanitären Auflagen nun mit einem Toi-Toi statt fix installierten Toiletten erfüllen könne, sei eine finanzielle Entlastung, sagen die Initianten. Ebenfalls aus der Planung gestrichen ist eine Feuerstelle in der Mitte der Anlage. Weiter schien den Planern bislang vor allem Zeitknappheit für die Realisierung im Weg zu stehen.

Nun aber konnte zumindest die erste Projektetappe abgeschlossen und damit ein erster Teil der Anlage in Betrieb genommen werden, wie Marc Henzi vom Zweckverein Whitestone Bikecrew bestätigt. Rund zehn Leute bilden aktuell das Kernteam des Vereins.

Pumptrack zum Start

Diese Woche nämlich wurde eine modulare Pumptrack-Anlage in Betrieb genommen. «Diese eignet sich für Anfänger wie Fortgeschrittene, fürs Mountainbike wie fürs Like-a-Bike», erläutert Henzi. Dass dieser Teil der Anlage auf Beliebtheit stossen wird, steht für ihn ausser Frage.

«Schon während des ‹Platz-Da›-Aktionsmonats stand eine ähnliche Anlage auf dem Kreuzackerplatz, und diese wurde ebenfalls rege befahren», sagt Henzi. Auf der allwettertauglichen Pumptrack-Anlage besteht die Herausforderung darin, durch Verlagerung des Körpergewichts und ohne zu treten vorwärtszukommen. «Der Pumptrack kann mit Fahrrädern und mit Schutzausrüstung bereits benutzt werden», sagt Henzi.

«Es gibt aber immer noch viel zu tun», sagt Henzi mit Blick auf den Park. Rund um den Pumptrack deuten die geformten Erdschanzen auf das Herzstück der Dirtpark-Anlage hin: Hier entstehen mehrteilige BMX-Dirttracks unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen, die nicht ganz ohne regelmässige Unterhaltsarbeiten auskommen. Regelmässig werden die einzelnen Sprünge schon jetzt bewässert, damit sie für Testfahrten benutzt werden können.

So wie an diesem Tag, wo Lukas Siegrist, ebenfalls im Kernteam, mit der Giesskanne von Schanze zu Schanze geht: «Es ist arbeitsintensiv, aber ich mache es gern.» Schliesslich brettert er über die bereits fertige Startrampe und hüpft über die Bahn, die sich bei dieser Gelegenheit durchaus als fahrtauglich erweist.

Doch wann dieser Teil der Anlage definitiv fertig ist, kann Kollege Henzi noch nicht sagen. Geplant sei zumindest, im September eine feierliche Eröffnung durchzuführen, ungeachtet dessen, ob die Dirttracks dereinst fertiggebaut sind.