Ferienpass Solothurn
Beim Sandstrahlen müssen die Kinder geduldig sein

Zwölf Solothurner Ferienpässler zog es letzten Mittwoch nach Leuzigen ins Glasatelier von Gaby Hunziker.

Anina Mathivannan
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Ferienpass Solothurn zu Besuch im Glasatelier von Gaby Hunziker
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Gaby Hunziker erklärt, wie das Sandstrahlen funktioniert
Die Kinder können Kleber auswählen, die sie auf die Gläser aufkleben wollen.
Auch mit Leim lassen sich Formen aufs Glas zaubern
Ferienpass Sandstrahlen
Bevor die Gläser unter die Sandstrahlen kommen, werden sie noch verziert.
Mit einem Föhn wird der Leim auf dem Glas getrocknet.
Die Ferienpässler können durch eine Glasscheibe beobachten, was im Sandstrahler passiert.
So sehen die Gläser aus, wenn sie aus dem Sandstrahler kommen

Ferienpass Solothurn zu Besuch im Glasatelier von Gaby Hunziker

Anina Mathivannan

Beim Eintreten in Gaby Hunzikers Atelier in Leuzigen wird man sofort begrüsst von ihrer Glaskunst. Überall hängen Glasfusing-Produkte, wie etwa Mickey Mouse und Donald Duck. Kein Wunder, fühlen sich hier Kinder wohl beim Bearbeiten von Glaskunstwerken.

Nebst Glasfusing wird in «Gaby’s Glasatelier» auch mit Sandstrahlen gearbeitet, und genau dies durften am vergangenen Mittwochnachmittag Kinder des Solothurner Ferienpasses versuchen. Noch vor dem Arbeiten erklären Hunziker und ihre Kollegin, welche ihr beim Betreuen der Kinder behilflich ist, dass trotz gründlichem Putzen allenfalls Glassplitter auf dem Tisch herumliegen könnten und man sich nicht allzu fest auf dem Tisch abstützen sollte.

Hunziker hat erst am Morgen eine neue Technik für die Verzierung der Sandstrahlen-Gläser entdeckt: Statt nur mit Aufklebern Wörter und Muster auf die Gläser zu zaubern, hat sie mit Leim Muster auf das Glas gemalt, bevor es unter die Sandstrahlen kam. Und es hat funktioniert. Sie zeigt den Kindern ihr Trinkglas, welches von den Kindern einen Moment lang bewundert wird, bevor sie selber ans Werk gehen. Eifrig werden die Trinkgläser mit Klebern und Leim verziert: Nebst schönen Mustern werden die Gläser auch mit den eigenen Namen oder mit «Mami» und «Papi» verziert.

Vorsicht: Glas

Keine fünf Minuten Arbeit und da kommt auch schon das erste «I ha driiglängt!» Die blöden Glassplitter! Die jüngsten Teilnehmer sind sechs Jahre alt. Ist das nicht gefährlich mit Kindern Glas zu bearbeiten? «Nein, ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder das sehr gern machen. Man muss sie nur mahnen, vorsichtig mit dem Glas umzugehen. Dass mal ein Glas kaputt geht oder ein Glassplitter in die Hand gerät, ist völlig normal, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Etwas Schlimmeres ist hier noch nie passiert.»

Sehr ungeduldig werden die Kinder, als sie den Leim auf den Gläsern trockenföhnen müssen. «Werum geit das soo lang?», hört man mehrmals. Auch das müssten die Kinder lernen, sagt Hunziker, denn Geduld erziele bessere Resultate. Während dann Hunziker die trockenen Gläser im Sandstrahler verarbeitet, dürfen die Kinder durch eine Glasscheibe zusehen, wie die verzierten Gläser eine weisse Sandschicht erhalten.

Sobald alle ihr erstes Glas nach der Sandbestrahlung abgewaschen haben, gibt es ein kleines Zvieri im Garten: Schokoladenkuchen und Trinken geben den Kindern nochmals Energie und Geduld, um ein weiteres Glas zu verarbeiten. Nach anderthalb Stunden sind dann auch schon wieder die Eltern da, um ihre Kinder abzuholen. Stolz werden ihnen die Gläser präsentiert. Und auch Hunziker, die schon seit über 10 Jahren Glasverarbeitungskurse an Kinder und Erwachsene gibt, ist erfreut, mit solch kreativen Teilnehmern gearbeitet zu haben.

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