Solothurn
Beim Minihandball-Turnier waren alle Kinder Sieger

Jubiläum in der Solothurner CIS-Halle: Bereits seit 20 Jahren erfreut der traditionelle Minihandball-Spieltag des TV Solothurn kleine Sportler.

Wolfgang Wagmann
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20. Solothurner Minihandball-Spieltag in Solothurn
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20. Solothurner Minihandball-Spieltag in Solothurn

Es gibt wohl kaum einen beständigeren Anlass als der Minihandball-Spieltag des TV Solothurn – obwohl die Hauptakteure, die Kinder, dem Spielalter ständig entwachsen. Doch auch der 20. Spieltag wird von einem verschworenen Kreis inzwischen leicht ergrauter Häupter durchgeführt: Rolf Kohler und Jakob Gfeller kennt wohl jedes Kind, das jemals in Solothurn mit Handball zu tun hatte.

Oder Urgestein Jürg Schenker, der Speaker, mit dem zusammen Kohler den Spielplan erarbeitet. «Seit 20 Jahren kann ich auf die gleichen Leute zurückgreifen», freut sich Rolf Kohler, dass er wieder neun engagierte Spielleiter sowie drei Frauen für den Sanitätsdienst und das Bistro zur Hand hat.

Ein Trend setzte sich durch

«Ich war von der ersten Stunde vor 23 Jahren dabei, als mein Sohn 6 war und der Handballverband den Minihandball als neue Trendsportart lancierte. Denn so muss man die Kinder motivieren.» 1991 führte Rolf Kohler den ersten Minihandball-Spieltag durch, um dann ein Jahr lang zu pausieren. Denn 1993 wagte sich das Organisationskomitee sogar an den Schweizer Minihandball-Spieltag mit insgesamt 70 Mannschaften.

Seither beschränkte man sich allerdings auf die «handlichere» Solothurner Variante, «und da hat sich die Teilnehmerzahl bei 20 bis 26 Teams eingependelt». Umso mehr freut sich der Handball-Freak auf Begegnungen mit altbekannten Gesichtern wie gestern mit dem TV Länggasse, der schon das erste Mal in Solothurn mit dem immer noch gleichen Trainer dabei gewesen war.

Doch trotz des eingespielten Teams ging in den letzten zwei Jahrzehnten nicht immer alles glatt: Zweimal musste kurzfristig in die Kanti oder in die Schützenmatt ausgewichen werden, weil die CIS-Halle anderweitig belegt worden war. «Einmal mit einer Kaninchenausstellung», erinnert sich Rolf Kohler heute leicht amüsiert.

Immer gute Stimmung

«Dabei ist die Solothurner CIS-Halle ein Super-Spielort», findet Kohler. «Wir haben grosse Spielfelder, die Eltern können das Geschehen auf Augenhöhe verfolgen und die Mannschaften spielen sehr gerne hier.» Noch nie habe es Gehässigkeiten oder böse Fouls gegeben, versichert der Turnierleiter, «es herrschte immer eine gute Stimmung». Was sicher mit den Leitlinien auch des gestrigen Spieltags zu tun hat: keine taktischen Fouls wie bei den «Grossen» – solche werden gnadenlos abgepfiffen –, keine Rangliste und zum Schluss einen Preis für jedes Kind sind bewährte Rezepte für den Minihandball-Spieltag.

Diesmal gabs 200 Leibchen zu verteilen, «doch zum Glück finden wir immer wieder Sponsoren». Für den ganzen Anlass setzt der TV Solothurn jeweils 2000 Franken ein. «Die Teilnahme ist für die Mannschaften gratis, doch brauchen wir einen Grossteil des Geldes für die Hallenkosten. Daneben reicht es jeweils noch für ein Nachtessen des OK», ist das bescheidene Budget rasch erklärt.

Wie lange Rolf Kohler und Co. weitermachen? «Solange es uns Freude macht. Wir haben noch keine Verschleisserscheinungen», lacht Rolf Kohler, «aber nochmals 20 Jahre werden es nicht sein. Das ist abzusehen.»