Solothurn
Beim Krematorium liegt alles im grünen Bereich

Die neue Rauchgasanlage im sanierten Krematorium in Solothurn erfüllt ihren Zweck – die Vorgaben der Luftreinhalteverordnung werden gemäss Messungen eingehalten.

Andreas Kaufmann
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Das Krematorium verfügt seit einem halben Jahr über eine modernisierte Rauchgasreinigungsanlage.

Das Krematorium verfügt seit einem halben Jahr über eine modernisierte Rauchgasreinigungsanlage.

Wolfgang Wagmann

Die Luft ist wieder rein beim Krematorium Solothurn des Friedhofs St. Katharinen: Seit einem halben Jahr läuft der Betrieb der Feuerbestattung mit einer modernisierten Rauchgasreinigungsanlage. Und wie das Amt für Umwelt vor einigen Tagen vermelden konnte, lassen die vorgenommenen Emissionsmessungen ein positives Fazit zu: Der Krematoriumsbetrieb erfüllt die Bestimmungen der Luftreinhalteverordnung.

Wie Stadtschreiber Hansjörg Boll erklärt, habe man die Anlage vorerst kalibrieren müssen (Luftzufuhr etc.), bis der Verbrennungsprozess optimal war: «Deshalb hat es auch länger gedauert, bis die Messwerte definitiv klar waren.»

Neue Anlage quasi unsichtbar

Dem regulären Friedhofsbesucher dürfte an Änderungen wenig auffallen. Denn die Rauchgasreinigungsanlage, die viel Platz benötigt, wurde in einem unterirdischen Bau nordseitig der Abdankungshalle realisiert. Somit ist der Gesamteindruck des neoklassizistischen Baus erhalten geblieben. Im Mai des letzten Jahres begannen die Bauarbeiten, am 1. Dezember konnte – nach einer zweimonatigen Einstellung des Krematoriumsbetriebs – die Arbeit wieder aufgenommen werden.

Unterdessen waren die Kremationen auf Biel, Langenthal und Olten verteilt worden. Während in Olten bereits eine Sanierung stattfand, steht diese in Langenthal für 2012 noch an. Auch in Biel besteht Sanierungsbedarf. Wie Boll weiter bestätigt, ist es durchaus möglich, dass Solothurn nun im Gegenzug während der Betriebspausen dieser Gemeinden vereinzelte auswärtige Kremationen übernimmt.

Warum saniert werden musste

Die neue Rauchgasreinigungsanlage war nötig geworden, weil die Emissionsgrenzwerte gemäss Luftreinhalteverordnung überschritten worden waren. Aufgrund dessen hätte der Betrieb bereits Ende 2008 eingestellt werden müssen. Das Amt für Umwelt erwirkte jedoch eine Fristerstreckung, sodass in der alten Anlage noch bis Herbst des letzten Jahres kremiert werden konnte. Mit der Erneuerung der Kremationsanlage wurde im übrigen auch die Steuerungstechnik EDV-mässig modernisiert.

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