Solothurn
Beim Fegetzhof rückt alles ein paar Meter nach Westen

Der ehemalige Gutshof, vom Kanton an Private verkauft, steht samt Umgebung unter Schutz. Daneben könnte noch gebaut werden. Dafür muss aber der Gestaltungsplan angepasst werden.

Wolfgang Wagmann
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Der westlich am Fegetzhof angebaute Schopf soll bestehen bleiben.

Der westlich am Fegetzhof angebaute Schopf soll bestehen bleiben.

Wolfgang Wagmann

2006 wurde im Gestaltungsplan Fegetzhof geregelt, wie die grosse Wiese im Eigentum des Kantons nördlich und westlich des alten Fegetzhofs überbaut werden sollte. In der Folge konnte der Solothurner Architekt Guido Kummer, der den Projektierungs-Wettewerb gewonnen hatte, recht rasch alles Baufelder nördlich des an Private verkauften Fegetzhofes überbauen.

Neben dessen Park, der mitsamt der Hofbaute unter Ensemble-Schutz steht, blieb lediglich das Baufeld A übrig. Doch dessen Überbauung erfordert nun eine Abänderung des Gestaltungsplans, da der beabsichtigte Abbruch des am Fegetzhof angebauten Schopfs unterblieben ist.

Das sogenannte Baufeld A harrt noch einer Überbauung.

Das sogenannte Baufeld A harrt noch einer Überbauung.

Wolfgang Wagmann

Tiefgarage erforderlich

Mit dem Abbruch hätte der Platz für die Erschliessung des westlich angrenzenden Nachbargrundstücks geschaffen werden sollen, doch mit dem Stehenbleiben des Schopfs ist das nicht mehr möglich. Nun wird im Gestaltungsplan der bestehende Zufahrtsbereich 3,5 Meter nach Westen verschoben, sogar um 4 Meter der geplante Gebäudekomplex, damit die ursprüngliche Absicht, dass der Neubau in die Mitte der Parzelle zu stehen kommt, realisiert werden kann.

Die Bruttogeschossfläche des geplanten Neubaus umfasst maximal 746 Quadratmeter, dies aufgrund der Ausnützungsziffer AZ von 0,3. Das Baufeld A liegt zudem in der Zone W2A, was ein maximales zweigeschossiges Bauen bis zu einer (Flach)dachhöhe von 7,5 Metern erlaubt, aber kein Attikageschoss. Mit diesem Volumen braucht das neue Gebäude insgesamt acht Parkplätze plus einen Besucherparkplatz, die allesamt in einer Tiefgarage mit überdachter Zufahrtsrampe angeordnet werden müssen. Im Gegenzug werden die noch bestehenden Besucherparkplätze des Fegetzhofes aufgehoben. Und definiert wird im abgeänderten Gestaltungsplan ausserdem ein sogenannter Freihaltebereich Sichtweite.

Aktuell liegt der neue, abgeänderte Gestaltungsplan beim Stadtbauamt im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung auf. Diese dauert noch bis am 30. März.