Haupttraktandum des Bürgerrats war der Finanzplan 2017 bis 2020. Habe er den letztjährigen als noch akzeptabel bezeichnet, so dürfe er den jetzigen positiv beurteilen, führte Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger ein. Er wie auch Finanzverwalter Claude Tschanz legten dar, wie wirksam viele Vorhaben in ihren Einflüssen auf den Plan seien. Die weiteren Traktanden unterstrichen dies überdeutlich, fast ausnahmslos betrafen sie finanzplanrelevante Geschäfte.

Forstwerkhof und Chantierareal

Anfang Jahr hat der Bürgerrat entschieden, das Chantier-Areal abzugeben. Der Forstbetrieb wird seinen neuen Standort 2017 im Steinbruchareal beziehen. Die Forstkommission will die Planung zum Neubau erst 2019 wieder aufnehmen. Der Umzug ist damit ein mittelfristiges Projekt geworden.

Das durch den Betrieb zu beziehende Gebäude und die Umgebung sind nicht auf eine dauernde Nutzung mit Personal ausgelegt. Daher müssen Anpassungen an Gebäude und Umgebung vorgenommen werden. Dem Investitions-Nachtragskredit von insgesamt 43'600 Franken stimmte der Bürgerrat zu.

Zum Chantierareal erläuterte Sergio Wyniger den derzeitigen Stand der Verhandlungen betreffend Baurechtsvertrag respektive Verkauf des Geländes. Die Kaufinteressentin hat ihr Angebot nochmals verbessert, sodass die Domänenkommission geneigt ist, darauf einzutreten und hat einen entsprechenden Antrag an den Bürgerrate gestellt. Dieser kann das Geschäft aber noch nicht behandeln, da noch diverse Abklärungen fehlen.

Spitzallmend Bellach

Weiter informierte Wyniger: Die Bürgergemeinde hat 2013 entschieden, das Areal Spitzallmend in Bellach zu verkaufen. Dabei hat sie sich das Recht ausbedungen, den östlichsten Baukörper auf eigene Kosten zu erstellen. Ein Investor für das gesamte Vorhaben wurde gefunden und die Domänenkommission hat kürzlich einer Realisierung zugestimmt. Bevor der Bürgerrat das Vorhaben der ausserordentlichen Bürgerversammlung vorlegen kann, müssen auch hier weitere Abklärungen erfolgen.

Ein auf der Spitzallmend in Bellach bestehendes Wegrecht soll so neu gestaltet werden, dass in Zukunft das Allgemeine Fahrverbot mit dem Zusatz Zubringerdienst gestattet ergänzt wird. Ohne Änderung des Wegrechts würde der östlichste Baukörper verhindert. Der Rat stimmte dem Vorhaben zu.

Drei von vier Bewerbern geprüft

Die Arbeitsgruppe Einsiedelei hat als Wahlausschuss zur Neubesetzung des vakanten Einsiedlerpostens mit drei der vier verbliebenen Kandidaten gesprochen und wird an der nächsten Bürgerratssitzung einen oder zwei vorschlagen.

Berichtet wurde auch aus den Arbeitsgruppen Erweiterungsbau St. Katharinen, Einsiedelei, Energie und Arealentwicklung Steinbruch. Auch dies sind alles finanzplanrelevante Themen: Sollen die liquiden Mittel eingesetzt oder besser zum Schuldenabbau verwendet werden? Die grundsätzlichen Verhandlungen erweisen sich offenbar als aufwendig, von juristischen Fragen bis hin zur Realisierung von Holzschnitzelheizungen.

Sparen bei Einladungen

Zudem beschloss der Rat, künftig auf die physische Zustellung der Einladung zur Bürgerversammlung an die Stimmberechtigten zu verzichten. Sie soll im Amtsanzeiger sowie auf der Website der Bürgergemeinde veröffentlicht werden.

Damit werden jährlich rund 4'000 Franken gespart und ein Beitrag an die Ökologie geleistet werden. Auch vier Bürgerrechtsgesuche von insgesamt elf Personen lagen zur Behandlung vor. Souad Christen-Zahrou; Martha Moreno Gomez; Hudson Putparasa mit der Ehefrau Kirija und den Kindern Saheesan und Sanujan; Kirill Satushev und Ehefrau Maria Satusheva sowie den Kindern Konstantin, Arina und Alexej wurde das Gemeindebürgerrecht zugesichert.