Solothurn
Bei Knöcheln gebrochen: Hier liegt eine 100 Kg-Statue im Gras

Am Wochenende brach in Solothurn eine Bronzestatue zwischen Franziskanerkirche und Ambassadorenhof auf Knöchelhöhe ab. Während zunächst ein Vandalenakt vermutet wurde, rückt nun eine andere mögliche Ursache in den Vordergrund: Ermüdungserscheinungen.

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Im ersten Moment wurde vermutet, dass sich Kunstvandalen an der Statue zu schaffen machten.

Im ersten Moment wurde vermutet, dass sich Kunstvandalen an der Statue zu schaffen machten.

zvg

Nur noch die Füsse sind aktuell von der Aktstatue zu sehen, die hinter der Franziskanerkirche beim Ambassadorenhof stand. Am vergangenen Wochenende, vermutlich in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag, brach die bronzene Mädchenskulptur von Heinz Schwarz (1920–1994) auf Knöchelhöhe ab.

Laut Urs Bertschinger von der kantonalen Denkmalpflege wurde die abgebrochene Statue mit einem Gewicht von ungefähr 100 Kilogramm und einer Höhe von 1,8 Meter durch den Sigrist der christkatholischen Franziskanerkirche in Sicherheit gebracht.

Entgegen erster Vermutungen, Kunstvandalen könnten am Werk gewesen sein, nimmt Morena Peduzzi, Leiterin Kunstinventar beim kantonalen Amt für Kultur und Sport, vielmehr einen anderen Hergang an: «Ich wurde kürzlich bereits darüber informiert, dass die Statue auf Knöchelhöhe Risse hat.»

Peduzzi vermutet nun, dass sie nun witterungsbedingt abbrach und umfiel. «Für ihre filigrane Gestalt hat die Mädchenskulptur doch ein stattliches Gewicht.» Auch eine Kollision mit einem Fahrzeug lässt sich laut Spurensuche ausschliessen. Einziges Glück: Die Statue fiel auf den weichen Rasen und nicht auf den gepflasterten Weg.

Erstaunt war Peduzzi lediglich darüber, dass die Schenkung des Künstlers erneut Risse aufwies: Bereits 2008 war sie nämlich an derselben Stelle repariert worden. (ak)