Favre-Leuba ist die zweitälteste Uhrenmarke der Schweiz. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1737 zurück, als Abraham Favre in Le Locle den Grundstein legte. Seit 2011 ist Favre-Leuba allerdings nicht mehr in Schweizer Händen: Der Uhren- und Schmuckhändler Titan kaufte 2011 das Unternehmen. Dieser ist Teil der indischen Tata-Gruppe.

Seit Anfang dieses Jahres hat die auf Kletterer und Taucher spezialisierte Uhrenfirma mit Vijesh Rajan auch einen indischen CEO. Der 42-Jährige arbeitet seit über 20 Jahren in der Uhrenbranche und war jahrelang Chef für das internationale Uhrengeschäft von Titan. 

Er möchte Favre-Leuba, deren Erfolgsjahre weit zurückliegen, wieder neues Leben einhauchen. Er setzt auf Swissness. Er sieht es nicht als Nachteil, Inder zu sein. Das sei der Geist der Schweiz und der Marke. «Um eine Marke wie Favre-Leuba in ihre glorreiche und erfolgreiche Zeit zurückzuführen, braucht es ein globales und professionelles Team», betont Vijesh Rajan gegenüber TeleM1.

In Solothurn gefällt es ihm sehr. «Es ist ein Ort, an dem man sich als Auswärtiger gerne niederlässt», so Rajan, der aus Bangalore zugezogen ist. Er hätte sich keinen besseren Ort aussuchen können. (ldu)