Blumenstein

Begeisterte Gäste: «Und das alles in unserem Solothurn»

Drei Stimmen, die harmonieren (v.l.): Niclas Oettermann, Luisella di Pietro und Krum Galabov. Am Klavier: Daniel Moos.

Drei Stimmen, die harmonieren (v.l.): Niclas Oettermann, Luisella di Pietro und Krum Galabov. Am Klavier: Daniel Moos.

Das Opernprogramm unter dem Titel «Arena di Verona» begeisterte das Publikum im «Salon Rouge» von Schlösschen Blumenstein. Gefällig, heiter und informativ gelang die Moderation von Silvia Rietz.

Als das Schlösschen Blumenstein und seine von Pianist Charles Dobler angeregte Konzertreihe in den Neunziger-jahren in einen Dornröschenschlaf versank, plante eine initiative Gruppe um Journalistin Silvia Rietz, dem Museumsgebäude neues Leben einzuhauchen. Vor 15 Jahren entstand die Konzertreihe «Musik im Blumenstein», die an diesem Wochenende festlich mit drei «jubilierenden» Konzerten gefeiert wurde. Dies im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Gesellschaft, die sich anschliessend begeistert über das Gehörte äusserten: «Und das alles in Solothurn im liebenswürdigen Blumenstein.» Gemeinsam mit den Künstlern, der italienischen Sopranistin Luisella di Pietro, dem deutschen Tenor Niclas Oettermann, dem bulgarischen Bariton Krum Galabov aus seiner Wahlheimat Wien und Daniel Moos als grossartigem Begleiter am Klavier, hatte Rietz ein Programm mit Höhepunkten überwiegend aus der italienischen Opern-Literatur zusammengestellt. In ihrer unterhaltsamen Moderation fügte sie besondere Vorkommnisse der 15-jährigen Konzertgeschichte, einen Kurzabriss der jeweiligen Operninhalte sowie Biografisches über die beteiligten Künstler und Komponisten amüsant aneinander. «In allen Jahren war uns wichtig, die Verantwortung für die Qualität unserer Musikanlässe wahrzunehmen», betonte die Moderatorin mit Blick auch auf bekannte Musikschaffende, die gerne mit unvergessenen Darbietungen im Blumenstein auftraten.

Traum- und rauschhaft

In verführerischer Meisterschaft fesselten die drei Vokalisten ihr Publikum. Arien und Duette aus dem «Barbier von Sevilla» von Rossini, «Otello» und «Nabucco» von Verdi, «Manon Lescaut», «La Bohème», zwei Bravourstücken aus «Tosca» «Madame Butterfly» mit «Un bel di vedremo», dem bekannten «Nessun dorma» aus «Turandot» – dies alles von Puccini – und schliesslich ein Terzett aus der überschäumenden «Cavalleria Rusticana» von Mascagni setzten Glanzpunkte. Aus Georges Bizets «Perlenfischern» erklang von beiden Männerstimmen «Au fond du temple». Die «Habanera» aus der Oper «Carmen» gestaltete Sopranistin de Pietro mit Temperament. In etlichen Passagen jedoch hätte die vibrierende Strahlkraft aller Solostimmen und deren virtuos wie gefühlsstark gebotenes musikalisches Feuer im doch kleinen, mit etwas mehr als 100 Sitzplätzen ausgestatteten «Salon Rouge» mühelos die titelgebende Veroneser Arena gefüllt. Die Nähe zu den Solisten hatte aber den Vorteil, dass Mimik und Gestik für alle im Saal sichtbar waren.

Mit dem Dank für jahrelange Unterstützung durch Sponsoren verband Rietz die Würdigung der Helferschaft, die mit Helen Eigenmann für die Kartenorganisation sowie Rosmarie und Kurt Lätt, Charlotte Tscheubet und Helen Sassine für die feinen gastronomischen Ausklänge zuständig ist.

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