Verein Schiffaare
Begehrt – mit Absinthe oder Fondue

Das Bootsausflug-Angebot in der Region kommt immer besser in Fahrt. Im Fokus hat der Verein «Schiffaare» weiterhin die Schaffung einer Anlegestelle beim Sportzentrum Zuchwil,

Wolfgang Wagmann
Drucken
Teilen

Solothurner Zeitung

Standesgemäss auf dem Flaggschiff, dem 1919er-Veteran MS «Jurablick», schipperten die Mitglieder des Vereins Schiffaare nach Altreu.

Präsident Erich Egli blickte gleich auf die drei ersten Jahre des Bestehens zurück: «Das erste Jahr galt der Schaffung der finanziellen Grundlagen der Sanierung und dem Ausbau der Bootsanlegestellen. Im Jahr zwei ging es um die Verbesserung der Kommunikation und einen einheitlichen Auftritt, im dritten Jahr galt die Aufmerksamkeit vor allem dem Tagesgeschäft.» Und dieses laufe gut, ja sehr gut, hielt Egli zur vermehrten Nachfrage nach Stadtführungen auf der Aare, Fondue-Fahrten im Winter oder neu «Absinthe-Fahrten mit der Grünen Fee» und – in Planung – Weindegustations-Fahrten mit der Bürgergemeinde Solothurn fest.

Die «Öufi»-Flotte von Chef-Kapitän Fred Fankhauser und seinem Team, bestehend aus dem MS «Jurablick», dem MS «Pisoni» (32 Personen) und dem «Öufi-Boot (11 Personen) sowie einigen Mietbooten arbeite vor allem bestens mit Region Solothurn Tourismus zusammen. Ja Tourismusdirektor Jürgen Hofer meinte sogar, «dieses Angebot läuft am besten von allen.»

Lob und Tadel für den Kanton

Kritisch hinterfragte Erich Egli die finanzielle Unterstützung des privaten Vereins Kulturschiff Biel (ehemals Romandie I) durch die Kantone Bern und Solothurn über ihre Lotteriefonds. «Da sind dann die Spiesse wirtschaftlich nicht mehr gleich lang», so Egli angesichts ohnehin wachsender Konkurrenz durch kleinere Bootsunternehmen auf den Juraseen. Positiv würdigte er dagegen das touristische Engagement des Kantons Solothurn bei der Anschaffung eines neuen Schiffes für die Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft BSG, die vom Kanton mit 2 Mio. Franken alimentiert wird.

Im Fokus hat «Schiffaare» weiterhin die Schaffung einer Anlegestelle beim Sportzentrum Zuchwil, während jene beim Neubau von Synthes nach dem gestrigen Verkaufsentscheid des Solothurner Unternehmens nach Amerika wohl hängiger denn je bleiben könnte.

Der allgegenwärtige Vandalismus mache weiter den Ersatz etlicher Info-Tafeln notwendig, ergänzte der Präsident. In einem Filmprojekt des «Tunnelkinos» zur Zahl 11 werde zudem «Schiffaare» eine Plattform erhalten und zusammen mit den Gastropartnern will man sich der Aktualisierung der Homepage widmen. Für Finanzchef Kurt Ochsenbein wie Erich Egli soll das Noch-Vereinsvermögen von knapp 30000 Franken primär der Schaffung neuer Anlegestellen dienen. So beliess die Generalversammlung die Mitglieder- und Gönnerbeiträge bei den bisherigen Ansätzen zwischen 100 und 500 Franken – doch mehrmals wurde betont, dass man nach neuen Mitgliedern Ausschau halten müsse.

Aktuelle Nachrichten