Grossaufmarsch in der Verenaschlucht: Die Union schweizerische Philanthropische Gesellschaft feierte die Sanierung des Schluchtwegs, für die im Juni 40 Mitglieder sowie Forstangestellte der Bürgergemeinde Solothurn gesorgt hatten. «Unsere Spende beinhaltet neben der Sanierung des Gehwegs vier neue Sitzbänke, die zum Geniessen der Stille und Nachdenken in mystischer Umgebung einladen», verwies René Meyer, Präsident des Union-Kreises Solothurn, auf die 50'000 Franken, welche aus dem Gesamtvolumen von 150'000 Franken stammen, welche die Union zum 175-Jahr-Jubiläum für verschiedene Projekte gesprochen hatte.

Die 1843 im Jura gegründete Union Schweizerische Philanthropische Gesellschaft habe sich immer für Arme und Benachteiligte eingesetzt, Solothurner wie Bundesrat Hermann Obrecht waren mit bleibenden Verdiensten in der Union aktiv, die heute 1700 Mitglieder zählt.

Dank und Gratulationen gabs auch von Union-Zentralpräsident Michael Lagger. Die Sanierung ermögliche nun auch Älteren und Gehbehinderten, «diesen idyllischen Ort zu besuchen.» Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger machte darauf aufmerksam, dass an schönen Wochenenden und an Weihnachten Tausende die Schlucht und die Einsiedelei aufsuchten, die Bürgergemeinde jedoch für den Unterhalt keine finanzielle Unterstützung erhalte. Umso wichtiger sei die jetzige Geste der Union und ihrer Mitglieder. Als Belohnung werde die Bürgergemeinde jedem Beteiligten eine Flasche Bürgerwein zukommen lassen sowie zwei Einsiedelei-Führungen sponsern.

René Meyer, Präsident Unino-Kreis Solothurn, und Bürgergmeindepräsident Sergio Wyniger durchschneiden in der Verenaschlucht das Eröffnungsband.

René Meyer, Präsident Unino-Kreis Solothurn, und Bürgergmeindepräsident Sergio Wyniger durchschneiden in der Verenaschlucht das Eröffnungsband.

Ein Dank aus dem Rollstuhl

«Wege sind da, um begangen zu werden. Herrlich, wenn er nun sogar befahrbar ist.» Rollstuhlsportler Heinz Frei, seines Zeichens auch Ambassador der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, weiss, wovon er spricht: «Wurzeln und tiefe Rillen konnte ich bisher auf dem Weg durch die Schlucht zwar gerade noch bewältigen. Aber das gilt längst nicht für alle», findet er die Verbesserung für Menschen, die sein Schicksal teilen, grossartig. «Eine tolle Qualität und letztlich auch ein Aspekt der Sicherheit» sei der neue, fachmännisch eingebrachte Belag aus Juramergel. Zudem wurde auch die Brücke zwischen der Klause und der Verenakapelle saniert, «und so gab es bereits erste Leserbriefe, die sich begeistert über die neue Möglichkeit des Schluchtbesuchs zeigten», weiss Frei.

Verenaschlucht ist nun Rollstuhlgängig

Verenaschlucht ist nun Rollstuhlgängig

Rollstuhlsportler Heinz Frei nahm Augenschein. Trotz allem sei die Strecke immer noch anstrengend, auch für den Sportler.

Zugute kommt die Optimierung des beliebten Spazierwegs auch dem Alterszentrum Wenigstein, dessen Stiftungsrats-Präsident Raymond Melly die Gästeschar zum Apéro begrüsste. Dies ist auch ein Anliegen der Union: Sie lädt die Bevölkerung am Samstag zur Begehung der «neuen» Verenaschlucht ein.