Stadt
Baugesuch für Öufi-Areal: Es gibt viel zu tun beim Jumbo-Kreisel

Nicht nur in der Schanzmühle (Lidl) und an der Baselstrasse (Migros/Denner) machen die Grossverteiler vorwärts. Jetzt ist auch das Baugesuch für das Öufi-Areal eingereicht worden. Dort wollen sich ebenfalls Denner und Migros ansiedeln.

Wolfgang Wagmann
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So soll sich die Neuüberbauung (r.) von der Bielstrasse aus präsentieren.

So soll sich die Neuüberbauung (r.) von der Bielstrasse aus präsentieren.

Zur Verfügung gestellt

«Wir glauben an diesen Standort und hoffen, dort bald einen Supermarkt eröffnen zu können», sagte Migros-Mediensprecherin Andrea Bauer letzte Woche, als sie sich zu den Migros-Plänen auf dem Amag-Areal an der Baselstrasse äusserte (wir berichteten). Nun geht es am Jumbo-Kreisel um ein weit grösseres Vorhaben: Im Neubau, den die Öufi-Areal-Eigentümerin Sasolim AG plant, sollen dereinst Migros und Denner 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche im Erdgeschoss beanspruchen. Dazu kommen noch 400 Quadratmeter Lagerräume.

Im Obergeschoss sind weitere Verkaufsflächen für bisher allerdings noch nicht bekannte Fremdmieter geplant. Im zweiten und dritten Obergeschoss sollen sich dereinst Praxen und Büros ansiedeln. Bis es aber so weit ist, müssen jedoch die seit Jahren bestehenden Gebäudetrakte östlich der auf dem Areal eingemieteten Öufi-Brauerei abgerissen werden. Der erst vor kurzem ausgebaute Braubetrieb von Alex Künzle ist davon nicht betroffen, der älteste Gebäudetrakt an der Fabrikstrasse bleibt erhalten.

Neu bewirtschaftete Parkplätze

Besondere Aspekte sind wie bei allen publikumsintensiven Anlagen der Verkehr, die Erschliessung und Parkierung. 1500 Fahrten maximal sollen erzeugt werden und aufgrund der guten öV-Anbindung wird der Parkplatzbedarf um 50 Prozent reduziert. So sind – gestützt auf den seit 2013 rechtsgültigen Gestaltungsplan – nun insgesamt 197 Parkplätze vorgesehen, wovon 172 in der neu zu bauenden, unterirdischen Einstellhalle erstellt werden. 27 weitere, oberirdische Parkplätze sind an der Fabrikstrasse geplant.

Dagegen werden die jetzigen, südlich der Brauerei gelegenen, oberirdischen Parkfelder verschwinden. Und vor allem: Künftig müssen die neuen Parkfelder gemäss einer Auflage im Mobilitätskonzept bewirtschaftet werden. Dieses hält auch fest, dass die Zufahrt für den Autoverkehr von der Bielstrasse aus über die Fabrikstrasse in die Einstellhalle erfolgen soll.

Belasteter Industriestandort

Nicht ganz einfach dürfte sich der Rückbau, sprich Abriss der aktuell noch stehenden Gebäude gestalten. Im Fabriktrakt hinter dem grünen Büroblock war einst ein Decolletage-Betrieb angesiedelt. Neben Asbest-Teilen, die entsorgt werden müssen, galt das Augenmerk deshalb im Entsorgungskonzept auch allfälligen Altlasten im Boden. Dazu wird im entsprechenden Bericht festgehalten: «Der Untergrund der ehemaligen Galvanik ist nachweislich mit Schwermetallen und oberflächlich Cyanid verunreinigt. Lokal sind auch die Betonböden mit Gesamt-Kohlenwasserstoffen belastet.»