Solothurn
«Baseltor» wird neue Mieterin der «Krone» - Stadt war nicht involviert

Die Genossenschaft Baseltor übernimmt als Mieter das Traditionshotel und -restaurant Krone in Solothurn. Die Stadt Solothurn als halbe Eigentümerin der «Krone» sei aber beim Entscheid nicht involviert gewesen, sagt Stadtpräsident Kurt Fluri.

Wolfgang Wagmann
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Das Baseltor-Imperium in Solothurn
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Bereits im Besitz der Genossenschaft: Das Restaurant Baseltor
«Baseltor»-Leiter Franz Herger
Auch das «Solheure» an der Aare gehört zum «Baseltor»-Imperium. Filmtage-Party im Solheure in Solothurn.
Im Sommer lockt draussen eine Aussenbar...
... Und Konzerte lockern das Beach-Leben vor dem Solheure auf.
Ein weiteres Standbein: Das Restaurant Salzhaus am Landhausquai.
Das «Salzhaus» von Innen
Das «Salzhaus» von Innen.

Das Baseltor-Imperium in Solothurn

Wolfgang Wagmann

Mit der «Krone» erhält die Genossenschaft am Standort Solothurn nach dem Stammhaus Baseltor, dem «SolHeure» und dem «Salzhaus» ein viertes Standbein. Noch müssen die 300 Mitglieder der Genossenschaft Baseltor dem neuesten Coup ihrer Geschäftsführung in einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 24. März zustimmen.

Die Genossenschaft Baseltor

Die Genossenschaft Baseltor betreibt in Solothurn das Stammhaus Baseltor mit 17 Hotelzimmern, das «Solheure» im Uferbau und das «Salzhaus» am Landhausquai. 2011 erwirschaftete man mit 74 Mitarbeitenden ein Umsatzplus von 8,6 Prozent bei einem Gesamtumsatz von 8 Mio. Franken. Dieser teilte sich wie folgt auf: 3,5 Mio. im «Salzhaus», 2,6 Mio. im «Baseltor» und 1,9 Mio. Franken im «Salzhaus». Kürzlich eröffnete die Genossenschaft auch ihr neues Catering-Unternehmen «Hoch3». (ww)

«Der Umbau wird allerdings vom Immobilienfonds der Credit Suisse übernommen», bestätigt Martin Volkart, Projektleiter Korne der Genossenschaft, die Übernahme des Betriebs, sobald der Umbau voraussichtlich im Frühling 2015 erfolgt ist.

Fluri: «Baseltor trifft Geschmack des Publikums»

Die Stadt Solothurn ist zur Hälfte Eigentümerin der - sie wickelte bekanntlich zusammen mit dem Kanton letzten Mai den 9-Millionen-Deal mit der vorherigen Besitzerfamilie Dörfler ab. Gleichzeitig übernahm der Immobilienfonds Credit Suisse Funds AG im Baurecht das gesamte Ensemble, um es umzubauen. «Co-Eigentümer» und Stadtpräsident Kurt Fluri erklärt zur jetzigen Betreiberwahl: «Wir waren dabei nicht involviert. Zwar hat es eine Zusammenkunft mit der Credit Suisse zur Nutzung des Hauses gegeben, aber Namen eines künftigen Betreibers fielen damals nicht.»

Er sei davon ausgegangen, «dass der Entscheid nach betriebswirtschaftlichen Kriterien erfolge. «Die Genossenschaft Baseltor verstehe es mit ihren bisher drei Betrieben, den Geschmack des Publikums zu treffen«, sieht Fluri deshalb die Wahl durchaus positiv.

Das barocke Eckhaus von 1772 und im Hintergrund der Leisttrakt mit älteren Bauelementen
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Dieses Personalzimmer im Leist-trakt wird verschwinden
Die obere Bar könnte gegen den Flur geöffnet werden
Die Küche wird wohl erneuert werden
Das leergeräumte Hotel Krone
Der grosse Saal bleibt erhalten
An der Fasnacht war das Restaurant kaum mehr wieder zu erkennen
An der Fasnacht herrschte ausgelassene Stimmung in der sonst verlassenen Krone
Am Aschermittwochmorgen war die Fasnachts-Episode in der Krone vorbei

Das barocke Eckhaus von 1772 und im Hintergrund der Leisttrakt mit älteren Bauelementen

Wolfgang Wagmann

«Solothurner Lösung»

Die Genossenschaft Baseltor gedenkt in einer «Solothurner Lösung» das Hotel mitsamt Restaurant und dem Saalgeschäft (Seminare, Bankette) weiterzuführen. Nicht im Mietvertrag enthalten sei der so genannte Leistflügel im Süden des Ensembles, wo die Credit Suisse Wohnungen und Geschäfte einbauen möchte. «Die bisherige Bar neben dem Hauteingang bleibt allerdings als kleiner Tagestreffpunkt bestehen», erklärt Martin Volkart. Vorgesehen sind in der «Krone» selbst 28 Zimmer auf «gehobenem Viersterne-Niveau», insgesamt verfügt die Genossenschaft Baseltor mit den Einheiten im Stammhaus Baseltor und der Dependance neben dem historischen Tor über 45 Hotelzimmer.

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