Solothurn

Baseltor-Genossenschafter geben grünes Licht für «Krone»-Übernahme

(v.l.) Franz Herger, Leiter Finanzen und Strategie, Genossenschaftspräsident Stefan Batzli, «Baseltor»-Geschäftsführerin Gabriela Hladikova und Projektleiter Martin Volkart.

(v.l.) Franz Herger, Leiter Finanzen und Strategie, Genossenschaftspräsident Stefan Batzli, «Baseltor»-Geschäftsführerin Gabriela Hladikova und Projektleiter Martin Volkart.

Jetzt ist der «Krone»-Deal perfekt: Die Mitglieder der Genossenschaft Baseltor haben am Sonntag an der ausserordentlichen Generalversammlung einstimmig dem Antrag des Vorstands zugestimmt, den Betrieb des Hotels und Restaurants Krone zu übernehmen.

Somit kann der Vertrag mit der Baurechtsnehmerin, der Immobilienfonds CS REF Hospitality, unterzeichnet werden. Das bedeutet: Die Genossenschaft Baseltor führt ab 2015 das umgebaute Solothurner Traditionshaus. Mit einem Vier-Sterne-Boutiquehotel mit 28 Zimmern und Restaurant im Stil einer Brasserie will die Genossenschaft an die Glanzzeiten der «Krone» anknüpfen und diese wieder zur ersten Adresse der Stadt machen.

Bestätigung der bisherigen Arbeit

Die Argumente des Vorstandes, der sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Projekt Krone befasst und mit der Baurechtsnehmerin Credit Suisse Real Estate Fund Hospitality (CS REF Hospitality) verhandelt hatte, vermochten die gut 100 anwesenden und Genossenschafter zu überzeugen. Einstimmig - bei wenigen Stimmenthaltungen - gaben sie grünes Licht einen vierten Betrieb. Zur Genossenschaft gehören nebst dem Stammhaus Restaurant Hotel Baseltor bereits das «SolHeure» und das «Salzhaus». «Zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern bin hocherfreut über die Zustimmung», so Genossenschafts-Präsident Stefan Batzli.

Der Vorstand werte das Ja als Bestätigung der bisherigen Arbeit. «Mit der ‹Krone› kann die Genossenschaft ihr Gastro-Angebot sinnvoll ergänzen sowie einen weiteren Beitrag zu einer lebenswerten Kultur- und Seminarstadt Solothurn leisten», erklärt Batzli. Das betriebswirtschaftliche Risiko werde in Grenzen gehalten, indem eine sich mehrheitlich in Genossenschaftsbesitz befindende AG den «Krone»-Betrieb an die Genossenschaft verpachtet. Dieses Modell habe sich bereits beim Restaurant und Hotel Baseltor und beim «Salzhaus» bewährt. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Genossenschaft rund 8 Mio. Franken Umsatz.

Was bisher geschah

Vergangenen Mai hatten der Kanton und die Stadt Solothurn den wegen hohem Investitionsbedarf ständig untragbarer werdenden Hotelkomplex der Besitzerfamilie Dörfler für 9 Mio. Franken abgekauft. Gleichzeitig wurde bekannt, dass ein Baurechtsvertrag mit der Investorin Credit Suisse Funds AG abgeschlossen worden sei. Diese gedenkt das gesamte Ensemble bis in die erste Jahreshälfte 2015 umzubauen, Noch diesen Sommer soll das Baugesuch stehen, anfangs 2014 will man mit dem Umbau beginnen.

Das barocke Hauptgebäude soll mit jetzigen Raumprogramm erhalten bleiben und wird von der Genossenschaft Baseltor als Hotel/Restaurant mit Bar- und Saalbetrieb weitergeführt. Der südliche Trakt, der sogenannte Leistflügel, verbleibt bei der Credit Suisse Funds AG, die im Parterre und ersten Geschoss Geschäftslokalitäten, in den oberen Geschossen aber auch Wohnungen einbauen will. (mgt, ww)

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