Nach jahrelangem Tauziehen mit der Gemeinde Rüttenen wegen der Zufahrt und einer Einsprache von Pro Natura geht nun die Bürgergemeinde Solothurn in Sachen Forstwerkhof auf dem Steinbruchareal Bargetzi über die Bücher. «Wir wollen nicht stur auf dem bisherigen Standort beharren», erklärt Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger angesichts eines langen möglichen Rechtswegs bis vor Bundesgericht.

Dies angesichts der hartnäckigen Position von zwei Naturschutzorganisationen. Deshalb werde in der nächsten Bürgerratssitzung ein Entscheid zu fällen sein, dass ein neuer Standort für den Forstwerkhof gesucht und im mittleren Teil des aufgegebenen Steinbruchs ein Naturschutzreservat für die dortigen Bestände der selten gewordenen Ringelnattern und Geburtshelferkröten eingerichtet wird.

«Die bisherigen gewerblichen Mieter im Süden des Areals wollen wir allerdings behalten», betont Wyniger. Doch komme in der Nähe ein Standort für den Werkhof infrage. Nach der internen «Durchleuchtung» des Forstbetriebs war das Beibehalten eines Werkhofs ausdrücklich empfohlen worden, und der bisherige Standort an der Allmendstrasse kann auch vorderhand noch benutzt werden, bis die beauftragte baderpartner AG in Solothurn einen Investor für das dortige Areal gefunden hat.

Schlechtes Budget

Mit einem weiteren wichtigen Geschäft befasst sich der Bürgerrat mit dem Thema Altersheime. Bekanntlich soll der Standort Thüringenhaus mittelfristig aufgegeben werden und im Gegenzug das Alters- und Pflegeheim St. Katharinen einen entsprechen Ausbau erfahren. Die Planung dazu wird den Rat nun beschäftigen.

Gleiches gilt für das Budget 2014, denn dieses weist tiefrote Zahlen aus. Über alle Teilrechnungen gesehen wird ein Aufwandüberschuss von gut 471 000 Franken prognostiziert, wobei die Verwaltung mit fast 374 000 Franken minus, der Forst mit 57 200 und das Rebgut mit 136 280 Franken «Miese» zu Buch schlagen. Nur die Altersheime sowie die Stiftungen und Fonds sorgen zusammen mit nicht ganz 100 000 Franken für einen Überschuss. Dennoch ist Finanzverwalter Claude Tschanz zuversichtlich, dass es – wie üblich – nicht so schlimm kommt wie veranschlagt. «Denn nie werden alle Investitionen getätigt.»