Solothurn

Balkonbrand wird wegen «menschlichem Versagen» ausgelöst

Am Montagmittag brach auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses neben dem Bahnhof Allmend in Solothurn ein Feuer aus. Dieses griff auf einen weiteren Balkon über. Der Sachschaden ist hoch. Die Ursache ist laut Polizei menschliches Versagen.

Der Brand brach auf dem Balkon im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses an der Allmendstrasse 31 aus. Die Feuerwehr, bei der der Alarm um 12.12 Uhr einging, war rasch vor Ort. «Als wir ankamen, stand der Balkon im zweiten Stock im Vollbrand», sagt Feuerwehrkommandant Martin Allemann vor Ort. Der Balkon im dritten Stock habe gerade zu brennen begonnen. 

Die Feuerwehr der Stadt Solothurn war in drei übereinanderliegenden Wohnungen präsent. Die Wohnungstür im dritten Stock musste aufgebrochen werden, weil die Mieter nicht zu Hause waren. Insgesamt gibt es zehn Wohnungen im Haus. Im Parterre befinden sich ein Kiosk und eine Postfiliale. Eine Mitarbeiterin hatte «es knistern gehört» und nachgeschaut. Augenzeugen berichten von einem Knall.

Balkonbrand in der Solothurner Weststadt

Balkonbrand in der Solothurner Weststadt

Kaum Schäden in den Wohnungen

Durch den Brand und die starke Rauchentwicklung wurden zwei Wohnungen und das Dach beschädigt. Die Balkone im 2. und 3. Stock sind schwarz vom Russ. Im 1. Stock ist wegen herunterfallenden, brennenden Gegenständen die Sonnenstore verbrannt. Im dritten Stock wurde das Decken-Täfer an der Decke in Mitleidenschaft gezogen. In den Wohnungen gebe es sonst kaum Schäden, so Allemann. 

Die Kantonspolizei Solothurn beziffert den Schaden mit mehreren 10‘000 Franken. Personen wurden keine verletzt.

«Nach ersten Erkenntnissen der Spezialisten der Brandermittlung ist der Brand auf menschliches Versagen zurückzuführen», so die Kantonspolizei. Weitere Ermittlungen seien im Gang.

Suche nach Glutnestern

Die Drehleiter bereitete Schwierigkeiten. So konnte sie in der Velo- und Fussgängerunterführung beim Bahnhof gar nicht ausgefahren werden. Vom Parkplatz vor dem Haus aus passte es dann. Zwei Feuerwehrleute fuhren mit der Leiter aufs Dach, um Ziegel abzudecken und mit einer Wärmebildkamera nach verbleibenden Glutnestern zu suchen. Kurz vor 14 Uhr kam dann der Bescheid: «Alles klar.» Die Feuerwehr, die mit 15 Mann anwesend war, zog wieder ab.

Für die Feuerwehr der Stadt Solothurn war 2016 bisher sehr ruhig. Der Balkonbrand an der Allmendstrasse 31 sei bisher der schlimmste Brand gewesen, wie Kommandant Martin Allemann ausführt. 

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