Der Bagger steht bereit, und auch die Widerlager aus Beton sind schon hergerichtet. Ab Frühling sollen Spaziergänger nach bald zwei Jahren den Dürrbach auf Höhe der Heilpädagogischen Sonderschule wieder überqueren können. Auf drei Stahlträgern wird am 4. und 5. April eine Brücke aus Holz zu stehen kommen. Gebaut wird sie durch die Unterstützungspioniere der regionalen Zivilschutzorganisation – dies im Rahmen eines Wiederholungskurses.

«Wir stellen dabei lediglich die Manpower», betont Zivilschutzkommandant Martin Allemann. Der Werkhof organisiert das entsprechende Material, das Projekt wird durch das Stadtbauamt realisiert.

Nachfolgebrücke wurde erwartet

Die Vorgeschichte: Nach rund 50 Jahren wurde das alte Brüggli über den Dürrbach im Sommer 2009 gesperrt. «Demontiert haben wir die Brücke, da man allfällige Unfälle vermeiden wollte», erinnert sich Martin Allemann. Doch seitens des Stadtbauamts sei man zunächst nicht davon ausgegangen, dass stillschweigend eine Nachfolgelösung erwartet werde, wie Benedikt Affolter, Chef Tiefbau, ausführt: «Für die bisherigen Nutzer war es klar, dass es ein neues Brüggli geben würde. Für uns nicht unbedingt.» Schliesslich bestehe 100 Meter weiter bachabwärts auf Höhe Rehweg bereits eine Überquerung.

Politischer Vorstoss

Dennoch seien nach einiger Zeit erste Reaktionen gefolgt und schliesslich ein politischer Vorstoss im Gemeinderat. Im Oktober 2009 wollte der verstorbene FDP-Gemeinderat Niklaus Stuber als Erstunterzeichner einer überparteilichen Interpellation wissen, ob tatsächlich kein Ersatz geplant sei und was dieser allenfalls kosten würde. Auch der Einsatz des Zivilschutzes wurde schon damals angeregt. 2010 sprach schliesslich die Gemeindeversammlung einen Rahmenkredit von 100000 Franken für den Übergang. So habe man schliesslich ein Projekt lanciert, um den Spaziergängern und Anwohnern «ihr» Dürrbach-Brüggli zurückzugeben.

Neu wird die Überquerung im rechten Winkel und nicht wie vorher diagonal über den Dürrbach geführt. Dadurch wird der Bau um einiges kürzer.