Bürgergemeinde Solothurn
Bald ist fertig mit gratis Parkieren auf dem Weissenstein

Der Kanton zwingt die Bürgergemeinde Solothurn ihre Parkplätze auf dem Weissenstein zu bewirtschaften. Damit sollen Anreize zur Benützung der Seilbahn und des öffentlichen Verkehrs geschaffen werden.

Judith Frei
Merken
Drucken
Teilen
Hier kann man noch gratis parkieren, bis Ende Jahr soll sich das ändern.

Hier kann man noch gratis parkieren, bis Ende Jahr soll sich das ändern.

Judith Frei

Heute gibt es zwei öffentliche Parkplätze auf dem Weissenstein: Einer gerade unterhalb vom Hotel Weissenstein, der andere oberhalb des Restaurants Sennhaus. Ersterer ist seit letztem Jahr erneuert und heute gebührenpflichtig. Der andere Parkplatz liegt auf dem Weg zum Gasthof Hinter Weissenstein. Dort kann man noch gratis parkieren. Diese Parkfläche gehört der Bürgergemeinde Solothurn.

«Die meisten Leute, die diesen Parkplatz benutzen, wollen in den Gasthof», erklärt der Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger. Eigentlich wollte die Bürgergemeinde nichts am Status quo ändern, doch der Kantonale Nutzungsplan Weissenstein verpflichtet sie, die jetzige Handhabung zu ändern. Jetzt haben sie das Baugesuch eingereicht.

Die Bürgergemeinde wird vom Kanton verpflichtet

Der Kanton hat 2010 beschlossen, dass die öffentlichen Parkplätze auf dem Weissenstein zu bewirtschaften sind, und: «Mit einer differenzierten Gebührenregelung für die Beanspruchung der Parkplätze sollen Anreize zur Benützung der Seilbahn und des öffentlichen Verkehrs geschaffen werden.»

Das heisst: Die Parkplätze sollen auf dem Weissenstein teurer als in Oberdorf sein, damit man das Auto unten stehen lässt. Heute kostet es bei der Talstation 1.50 Franken pro Stunden und 9 Franken für den ganzen Tag. Oben ist es schon ein wenig teurer: Für die Stunde bezahlt man 2 Franken und der ganze Tag kostet 12 Franken.

Dieses Jahr wird es schon gebührenpflichtig

«Wir haben eigentlich keinen Vorteil, wenn unsere Parkplätze gebührenpflichtig werden», meint Wyniger konsterniert. Das Projekt kostet die Bürgergemeinde 25000 Franken. Ausserdem muss der Parkplatz dann bewirtschaftet werden, wodurch wiederkehrende Kosten entstehen.

«Mit den Parkplatzgebühren geht das lange, bis wir diesen Betrag wieder eingeholt haben», sagt er. Auch für den Gastbetrieb auf dem Weissenstein bedeute das nicht unbedingt eine Verbesserung. Sobald das Baugesuch bewilligt ist, werden die Bauarbeiten beginnen. Wyniger denkt, dass dies noch dieses Jahr passiert.

Keine grossen Veränderungen

«Die Parkplatzflächen sind naturnah zu gestalten», steht im Nutzungsplan. Die Bürgergemeinde belässt deswegen den Mergelbelag. Neu werden um den Parkplatz Baumstämme «eingefriedet». Diese dienen zur Nummerierung und Bezeichnung der 19 Parkfelder, deren Anzahl unverändert bleibt. Eine Schranke ist nicht vorgesehen, bezahlt wird bei der Parkuhr, die gerade neben dem Parkplatz stehen wird.