Solothurn
Bahnhofbesucher sollen nicht das Gefühl haben, in Westafrika anzukommen

«Mehr Bahnhof» in Solothurn wurde heute feierlich eröffnet. Nebst Stadtpräsident Kurt Fluri waren auch Vertreter von SBB, Polizei und Securitrans vor Ort. Für Sicherheit am Hauptbahnhof will man sich weiterhin bemühen.

Wolfgang Wagmann
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Der neu weiss gestrichene Hauptbahnhof im Flaggenschmuck
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Stadtpräsident Kurt Fluri freut sich über mehr Bahnhof
Markus Streckeiesen (l.) SBB, und Jürg Amstutz (r.) SBB, überreichen Stadtpräsident Kuirt Fluri eine Uhr.
Auch die Kantonspolizei zeigte Präsenz
Mehr Sicherheit sollte an der Eröffnungsfeier auch vermittelt werden
Mehr Bahnhof Solothurn: Stadtpräsident Kurt Fluri spricht, die Polizei zeigt mehr Präsenz
Kaum ist die Feier vorbei, hält der Alltag wieder Einzug am Gauptbahnhof

Der neu weiss gestrichene Hauptbahnhof im Flaggenschmuck

Wolfgang Wagmann

Die SBB investiert drei Millionen Franken in «Mehr Bahnhof» in Solothurn. Seit Dienstag ist das neue Bahnreisezentrum geöffnet (wir berichteten).

Der Sicherheit wird auch mit «Mehr Bahnhof» nicht weniger Aufmerksamkeit als bisher geschenkt. So warteten am Freitagvormittag zur offiziellen Eröffnung des umgebauten Hauptbahnhofs die Kantonspolizei, die Bahnpolizei und die bei den SBB für den Objektschutz zuständige Securitrans mit Info-Ständen und Einsatzfahrzeugen auf.

Walter Schöni, Chef Regionenpolizei und damit bei der Kantonspolizei zuständig für alle Polizeiposten im Kanton, betont, dass der bisherige Sicherheitszirkel am Hauptbahnhof weiterfunktionieren werde. «Die Kantonspolizei ist die Koordinationsstelle zwischen allen Partnern auf dem Bahnareal - der Securitrans, der Transportpolizei aber auch den eingemieteten Geschäften.»

Sicherheitslage besprechen

Weiterhin treffe man sich periodisch zu Sitzungen, um die Sicherheitslage am Hauptbahnhof zu überprüfen. «Wir wollen hier eine möglichst hohe Abdeckung an Uniformen», formuliert Schöni ein Hauptziel. Die Bemühungen seien erfolgreich, denn in den regelmässigen Publikumsbefragungen der SBB auch zum Standort Solothurn sei die Sicherheitslage inzwischen klar als besser eingestuft worden.

Der Problematik der eher unerwünschten Bahnhofbesucher sei man sich bewusst, so Schöni. Es es trage nicht unbedingt zum Sicherheitsgefühl bei, «wenn man hier das Gefühl hat, in Westafrika anzukommen.» Umso wichtiger sei auch der Einbezug der teilweise neu angesiedelten Betriebe im Hauptbahnhof, «sie sind bei uns im Sicherheitszirkel integriert, denn sie alle wollen, dass ihr Geschäft funktioniert.»

Zur Eröffnungsfeier wurde Stadtpräsident Kurt Fluri von den SBB-Verantwortlichen mit einer Bahnhofsuhr beglückt - sie wird künftig sein Büro zieren.

Was Fluri zu «Mehr Bahnhof» in Solothurn denkt: