Der Bahnhof Solothurn leuchtete gestern in Knallorange und sattem Gelb. An allen Ecken werkten Reinigungsarbeiter in ihren leuchtenden Westen. Die Passanten und Wartenden betrachteten das emsige Treiben interessiert und gleichzeitig erstaunt – so etwas gibt es am Hauptbahnhof Solothurn nicht alle Tage zu sehen.

Eindrücke von der Putzaktion am Bahnhof Solothurn

Eindrücke von der Putzaktion am Bahnhof Solothurn

Am Dienstag wurde der Bahnhof Solothurn gereinigt. Sogar die Billett-Automaten wurden einer Reinigung unterzogen.

Es gibt nicht nur Frühlingsputz

Flyer, die von ebenfalls westentragenden jungen Frauen verteilt wurden, verraten den Grund des grossen Saubermachens: Die SBB Rail Clean, die RBS und die Stadt Solothurn führen gemeinsam eine umfassende Herbstputzaktion im und um den Bahnhof Solothurn durch. Die Mitarbeitenden der drei beteiligen Partner gehen ans Eingemachte.

Nebst der alltäglichen Grundreinigung des Bahnhofes machen sie dort sauber, wo wohl schon länger kein Putzlappen mehr vorbeigekommen ist. Mit Hochdruckreinigern befreit die Reinigungskolonne Wände, Boden und Dächer des Bahnhofgebäudes von abgelagertem Schmutz, sogar dessen Fenster werden von innen und aussen geputzt.

Die Wartehäuschen auf den Perrons und an den Bushaltestellen werden gereinigt, Abfallbehälter entleert, Toiletten sauber gemacht, Schliessfächer und Bänke wieder auf Hochglanz gebracht.

Mit der Herbstputzaktion wollen die SBB Rail Clean, die RBS und die Stadt Solothurn ihre Kunden auf das tägliche Engagement für die Sauberkeit aufmerksam machen und ihnen «einen sauberen und einladenden Bahnhof präsentieren». Die Stadt Solothurn hat sich vor allem um den Bereich vor dem Bahnhof gekümmert.

«Vier Reinigungsmitarbeiter der Stadt und weitere Helfer von der Perspektive Solothurn haben die Bushäuschen gewaschen», erzählt Patrick Schärer, Chef des Werkhofes. Die Initiative für den Herbstputz sei von den SBB und der RBS gekommen. «Doch wir fanden die Idee grossartig, gerade alles miteinander zu reinigen und nicht jeder Beteiligte nur seinen eigenen Garten.»