Neue Sommer-Lounge

«Badmeister» sorgt östlich der Badi Solothurn für Fun

So soll im Juni die neue Lounge "Badmeister" beim CIS-Center aussehen.

So soll im Juni die neue Lounge "Badmeister" beim CIS-Center aussehen.

Südlich des CIS-Centers in Solothurn soll sich entlang des Aarestrand eine neue Freizeitanlage erstrecken. «Badmeister» nennt sich das neue Angebot, hinter dem die «Beachstyle"-Macher stecken.

Die Solothurner Freizeitmeile, die sich vom Ritterquai bis zur Wengibrücke zieht, dürfte ab diesen Sommer um einen Ableger weiter im Westen erweitert werden. Urheberin des Projekts «Badmeister» ist die Truppe der Beach Style Gastro AG, eine Tochtergesellschaft der umtriebigen Beach Style GmbH, die auch die Public Viewings am Dornacherplatz, gleichenorts auch das Winder-Wunderland oder den Adventure-Room im Untergeschoss des Volkshauses lanciert hat.

Als neuester Wurf soll an der Römerstrasse auf dem Freigelände des CIS-Sportzentrums ein vielseitiger Lounge-Betrieb entstehen, und zwar südlich der Tennisplätze. Hier soll künftig über die wärmere Zeit im Jahr zum Ort für sommerliche Gastronomie und Kultur werden. Angesichts des Fuss- und Veloverkehrs entlang der Aare sowie der Nähe zu öffentlichen Anlagen wie dem CIS, der Badi Solothurn und dem Campingplatz erhoffen sich die Macher gute Frequenzen. Regulär wollen sie die Mehrzweckzone als Biergarten betreiben. Aber auch soll Raum sein für zivile Trauungen, Gruppenevents oder kleinere Sportanlässe. Bereits aufgegleist ist ein Joint Venture mit dem «Wirthen»-Betreiber Chris van den Broeke als Gastropartner, der in der vergangenen Adventszeit auch im Winter-Wunderland präsent war.

Brachland aufwerten

Ins Auge gestochen war das Grundstück direkt neben der Aare den «Beachstyle»-Machern, weil es seit Jahren nicht mehr unterhalten oder gepflegt werde, wie Pippo Palermo als Ansprechperson für «Badmeister» ausführt. «Ein Stich ins Herz jedes Gastronomen, wenn ein solcher ungeschliffener Diamant einfach so brach daliegt und sich niemand darum kümmert.» Und so trat Frizz von Burg, selbst mit zahlreichen anderen Gastroprojekten in Solothurn unterwegs, im Jahre 2015 mit der damaligen Geschäftsführung des CIS in Kontakt und unterbreitete ihnen ein Konzept zur Belebung und Bewirtschaftung des ungenutzten Teilstücks.

Nach einigen Verzögerungen aufgrund von Führungswechseln beim CIS wurde das Konzept auch von der Stadt Solothurn als Baurechtsgeberin bewilligt und passierte das Baugesuchsprozedere ohne Einsprachen. Währendessen ging das Projekt von Frizz von Burg in die Beach Style GmbH über. Im vergangenen Sommer begannen die Erschliessungsarbeiten – «vorfinanziert durch Beachstyle und viel Eigenleistung», betont Palermo. Nach der Versteigerung des CIS im Dezember 2018 an Peter Ammann konnte bald ein neuer Mietvertrag ausgehandelt werden. Und so lauten die unmittelbaren Zukunftspläne: «Ab jetzt im April starten wir mit den Umgebungsarbeiten, dem Bau der Parkplätze vor dem CIS und dem Innenausbau der Container», kündigt Palermo weiter an. Beachstyle peilt eine Eröffnung Anfang Juli im feierlichen Rahmen an.

Bei schönem Wetter offen

Laut Konzept umfasst die Baubewilligung für das Areal eine mobile Anlage, die je nach Anlass dynamisch umgebaut werden kann. Die ganze Infrastruktur beinhaltet ein doppelstückiges Restaurant mit Dachterrasse, einen Küchentrakt, eine Bar mit angeschlossener Gelateria, Sanitäranlagen sowie besagten Biergarten in der Mehrzweckzone. Die Anlage soll von März bis Ende Oktober täglich bei schönem Wetter geöffnet sein – über den Winter bleibt die Anlage geschlossen, wird aber an Ort und Stelle belassen. Bewilligt sind Öffnungszeiten von Montag bis Sonntag, von 7 bis 23 Uhr.

Kein Partylokal

Dies bestätigt auch Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes. So liege das CIS, somit auch das «Badmeister»-Areal in einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Mit einem Abfall- und Depotkonzept will man auch dem Littering in der direkten Umgebung Einhalt gebieten. Mit dem Angebot soll eine Alternative zum Landhausquai geboten werden, mit einem wohl etwas höheren Durchschnittsalter, wie Pippo Palermo ausführt. Und: «Wir betreiben hier kein Partylokal. Es wird also keine Partys oder laute Musik geben.»

Dies entspricht auch der Baubewilligung, wie Andrea Lenggenhager erläutert. Allfällige Einzelanlässe mit grösserem Publikum oder einer Ausdehnung der Öffnungszeiten, aber auch lautere Musik wären im Rahmen eines neuen Baubewilligungsverfahrens zu prüfen. Ausserdem sei während der Betriebszeiten der Sommerlounge im Aussenbereich jeweils nur dezente Hintergrundmusik erlaubt – und auch dies nur bis 22 Uhr. «Weiter behält sich die Baubehörde bei Missständen oder Immissionsbeschwerden Einschränkungen der Öffnungszeiten vor», macht Lenggenhager bereits heute klar.

Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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