Solothurn

Badi wartet mit einigen Neuerungen auf

Liegestühle, Kartenpfandschlösser, eine Blumenrabatte anstelle des Zauns: Das Schwimmbad Solothurn wartet dieses Jahr mit einigen Neuerungen auf. Mit dem Start in die Saison sind die Badi-Betreiber zufrieden.

«Wir haben uns Mühe gegeben, dass alles bereit ist.» Chefbadmeister Pascal Prétôt steht beim Badieingang. Vor der Kasse haben sich lange Schlangen gebildet. Die Menschen sind leichter gekleidet als noch vor ein paar Tagen – nicht nur die Tagestemperaturen, auch die Wassertemperaturen sind in die Höhe geklettert. Nur die Aare ist mit ihren 15 Grad noch kühl. Trotzdem wagen einige Mutige den Einstieg ins kalte Wasser.

«Wir haben gemütlich angefangen, aber ich bin zufrieden, und der Vorverkauf lief gut», blickt Prétôt auf die ersten 14 Tage zurück. Das Wasser im Sportbassin war dank Sonnenkollektoren rasch aufgewärmt, im Männer- und Frauenbad dauerte es eine Weile, bis man ohne Frösteln ein paar Züge schwimmen konnte. Am Anfang zählte der Chefbadmeister 200 Besucher, am 17. Mai waren es bereits 1405, an Auffahrt dann 1920 und am Samstag, als die 30 Grad-Marke geknackt wurde, schliesslich 2500.

Suche nach freien Stühlen

Beim Männerbad fällt der Blick auf die neuen, braunen Liegestühle. «Sie sind höher und man kann besser aufstehen», sagt Isabelle Geiser, die als Stammgast die Badesaison geniesst. «Das Lesen macht etwas Mühe, weil das Kopfteil nicht mehr ganz hochgestellt werden kann.» Doch damit kann sie leben. Offenbar auch die anderen Badi-Gäste, denn wer einen leeren Stuhl sucht, hat Pech an diesem prächtigen Auffahrtstag, der alle ins Freie lockt.

Auch Dirk de Boer, der das Treiben von der Holzbank aus beobachtet. «Am Eröffnungstag war ich da, habe aber nur Kaffee getrunken. Nun wartet er sehnsüchtig darauf, dass auch die Aare wärmer wird. «Ein wunderschönes Bad mit Meeresanschluss», schwärmt der gebürtige Holländer. Auf die Badi-Eröffnung gefreut hat sich auch Laurel Kocher. Der 12-Jährige liebt es, ein bisschen zu «bädele». Am liebsten aber mag er die Rutschbahn, die auch bald wieder Hochbetrieb haben wird.

Was die Liegestühle und Sonnenschirme betrifft, macht Pascal Prétôt auch auf die neuen Mietmöglichkeiten mit Kartenpfandschlössern aufmerksam. Ein Novum, das bei den Badi-Gästen sicher gut ankommen wird.

Weg ist der Drahtzaun zwischen dem Sportbassin und der Wiese beim Garderobentrakt. Anstelle des Zauns ist dort eine Blumenrabatte entstanden, in der zurzeit wilder Salbei blüht. Irgendwie, vor allem für Kinder, verlockt die Rabatte dazu, einfach darüber zu hüpfen. Prétôt rollt die Augen: «Wenn ich jemanden erwische, gibt es einen Verweis. Man muss die Leute erziehen.»

Ein wichtiger Bestandteil der Badi ist die Baumpflege. Erneut mussten kranke Bäume entlang des Baches aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Auch weiter innen musste eine alte Eiche daran glauben. «Im Herbst werden wir neue Bäume pflanzen und dafür sorgen, dass sie uns lange erhalten bleiben», verspricht der Betriebsleiter.

Zuversichtlich ist auch Badi-Wirt Ernst Schär in seiner 19. Saison und spricht von einem guten Start. Einzig die Bise der vergangenen Tage habe dazu geführt, dass am Morgen nach dem Schwimmen nur etwa sieben Personen zum Kaffee kamen. Nach wie vor bietet der Restaurateur ein Mittagsmenu an. Im Angebot hat er zudem ein reichhaltiges Salatbuffet, selbstgemachte Fischknusperli, sein beliebtes Thai Curry und Früchtekuchen. «Die Jungen stehen aber nach wie vor auf Pommes frites», sagt er und lacht.

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