Solothurn
Badi startet ohne Chefbademeister in die neue Saison

Am 10. Mai öffnet das Solothurner Freibad seine Tore. Jedoch vorerst ohne einen Chefbademeister. Denn der bisherige Chefbademeister Alex Inglin ist nach 31 Jahren in Pension gegangen und sein Nachfolger wird seine Stelle erst am 1. August antreten.

Wolfgang Wagmann
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Das Badi-Team freut sich auf die neue Saison
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Am 10. Mai beginnt die Badesaison im Solothurner Freibad.
Schon bald herrscht Hochbetrieb auf der Rutschbahn
Die ersten Badi-Gäste sind schon da
Noch sind die Mülltonnen leer
Es lächelt das Bassin, es ladet zum Bade
Das Sportbassin erhält den letzten Schliff
Das Rettungsboot am neuen Steg
Das Paraadies der Springer
Auch für die Raucher ist gesorgt

Das Badi-Team freut sich auf die neue Saison

Wolfgang Wagmann

Am Samstag öffnen sich die Pforten der Badi wieder - doch ein vertrautes Gesicht werden die Gäste vermissen: Chefbadmeister Alex Inglin ist nach 31 Jahren in Pension gegangen.

Doch sein Nachfolger aus Basel wird ihn erst am 1. August ersetzen und dann das bisherige Badmeister-Team mit Toni Flückiger, Walter Marti, Roger Schwägli und Alfred Junker führen. Auffällig, dass die Stadt erst vor zwei Monaten nach dem Inglin-Ersatz Ausschau gehalten hat.

«Es ist richtig, dass wir das Inserat zu knapp aufgeschaltet haben», bestätigt Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes, dem die Badi organisatorisch unterstellt ist. Es habe noch Fragen bezüglich der Feuerungskontrolle zu klären gegeben. So werde Alex Inglin zu 10 Prozent weiterhin die Funktion als Chef der Feuerungskontrolle wahrnehmen. «Der neue Chefbadmeister ist dann zu 90 Prozent angestellt», so Lenggenhager.

«Wichtig scheint mir, dass das Schwimmbad klar dem Stadtbauamt respektive dem Hochbau unterstellt ist. Lukas Reichmuth (als Chef Hochbau) wird diese Funktion ad interim übernehmen und das Team auch direkt führen.»

Die Abteilung Hochbau werde alle schriftlichen Belange des Chefbadmeisters erledigen. Zudem sei «ein klarer Einsatzplan» erstellt, und die Badeaufsichten würden anstelle von Inglins Pensum durch die Hilfsbadmeister abgedeckt.
Einmal pro Woche in der Badi

Gaston Barth, Leiter Personaldienst, mag die späte Besetzung des Chefbadmeisterpostens weiter nicht kommentieren. Natürlich habe er jeweils ein Auge auf Pensionierungen und ihren Ersatz, aber für die Neubesetzung sei die betreffende Abteilung selbst zuständig. «Wenn der Antrag auf Wiederbesetzung der Stelle erfolgt, wird dieser in der Regel auch genehmigt.»

«Für den Besucher ändert sich nichts», ist denn auch Lukas Reichmuth selbst überzeugt. Er selbst werde einmal in der Woche in der Badi anzutreffen sein, «und den Einsatzplan für die Saison habe ich noch mit Alex Inglin besprochen». Die Badeaufsicht - keineswegs alleiniger Aufgabenbereich eines Chefbadmeisters - werde auch bis zum Amtsantritt des Inglin-Nachfolgers am 1. August gewährleistet sein», betont Reichmuth ebenfalls.

Ansonsten wenig Neues

In der Badi selbst deutet wenig auf gravierende Änderungen hin. Chefkassierin Beatrice Känzig kann sich angesichts des schönen Wetters über regen Zulauf im Abo-Vorverkauf freuen, und die vier Badmeister sind emsig damit beschäftigt, die Anlage und die Bassins betriebsbereit zu machen.

Noch sind zwar 13 und 14 Grad Wassertemperatur in den Schwimmbecken etwas bescheiden, von der nur gerade 10 Grad «warmen» Aare ganz zu schweigen. Ein neuer Steg für das Rettungsboot, das zusätzlich mit einer Rettungsklappe ausgerüstet wurde, ist die augenfälligste bauliche Veränderung. «Dazu haben wir noch die Wände der Rutschbahn saniert», zählt Lukas Reichmuth einige Unterhaltsarbeiten auf.

Für das Badi-Restaurant bleibt Ernst Schär zuständig, und auch das neu eingeführte Öffnungszeiten-Regime im Juni, Juli und August wird beibehalten. «Wenn es nicht regnet und wir 20 Grad haben, bleibt die Badi in diesen Monaten eine Stunde länger bis 21 Uhr offen», betätigt Reichmuth.

Die Eintrittspreise sind ebenfalls unverändert, denn weiterhin gehört Solothurn zum Badiverbund Oasis, dem 27 Freibäder angeschlossen sind - darunter auch jene von Gerlafingen, Koppigen, Zuchwil oder Grenchen.