Solothurner Wetter

Badi-Start wäre den «Eisheiligen» zum Opfer gefallen

Am 12. Mai sah es so in der Badi aus.

Am 12. Mai sah es so in der Badi aus.

Pünktliche «Eisheilige», dann viel Sonne, aber «garniert» meinst mit einer lästigen Bise - das war zusammengefasst das Wettergeschehen im Mai. Der Monat wich in diesem Jahr wärmemässig am wenigsten vom üblichen Langzeitwert ab.

Der Wonnemonat Mai war nicht ganz so sonnig wie der vorangegangene April, dafür etwas nasser. Mit einer Durchschnittstemperatur von 14,6 Grad in Solothurn übertraf er zwar das langjährige Mittel um 0,8 Grad, wies aber von allen bisherigen fünf Monaten den geringsten Wärmeüberschuss auf. Zur Erinnerung: Im Vorjahr war der Mai der einzige Monat des Jahres 2019 gewesen, der kühler als der Langzeitwert abgeschnitten hatte. Regnen hätte es nach dem viel zu trockenen April mehr dürfen, denn die 80 Liter oder Millimeter in Solothurn und gut 100 im Wallierhof Riedholz blieben etwas unter der sonstigen Mai-Menge.

Die zweite Mai-Hälfte war die bessere

Der Monat begann ausgesprochen nass und somit fiel der Tag der Arbeit nicht nur im übertragenen Sinn sondern wortwörtlich ins Wasser. Gut 30 Liter Regen pro Quadratmeter summierten sich so bis am Abend des 2. Mai allein in Solothurn. Mehrheitlich sonniges Wetter gab es nur für zwei Tage, ehe am 5. Mai ein Temperatursturz gewittrige Regengüsse mit recht ergiebigen Mengen brachte. In der Folge stiegen die Temperaturen vom knapp zweistelligen Bereich wieder allmählich bis zur 20-Grad-Marke an. Auch wenn die Badi wie eigentlich vorgesehen am 9. Mai hätte öffnen können, es wäre ein Fehlstart geworden. Denn bis Mitte Monat dominierten Wolken und ständiger Niederschlag das Wettergeschehen, und die Eisheiligen Pankraz, Servaz und Bonifaz brachten ab dem 12. Mai auch unterkühlte Verhältnisse bei Tagesmaxima von gerade noch 12 Grad. Dies galt auch für die «Kalte Sophie» am 15. Mai, ehe sich das Blatt langsam wendete.

Die dritte Maiwoche war dominiert von viel Sonnenschein auch noch über den Auffahrtstag hinaus, wobei allerdings eine stramme Bise den Störenfried spielte. So hielt sich auch die Freude über die Wiedereröffnung der Freiluftrestaurants noch in engen Grenzen, zumal es ausgerechnet am Samstag, 23. Mai, mit einer Gewitterstörung unter Abkühlung nochmals kräftig goss. Die letzte Woche des Monats herrschte dann wieder Hochdruck mit viel Sonne, aber noch kühlen Nächten und der erneut oft sehr kräftig blasenden Bise.

Die Schafskälte steht vor der Tür

Das aktuelle Sommer-Feeling ist begrenzt, denn in den nächsten Tagen kühlt es bei hoher Schauer-Aktivität doch recht markant ab. Auch nächste Woche ‑ traditionell die Zeit der sogenannten «Schafskälte» - dürfte kaum sommerlich ausfallen. Tendenziell scheint die erste Junihälfte eher feuchtkühl zu geraten, ehe sich nach der Monatsmitte eine mögliche Hitzewelle andeutet.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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