Solothurn
Badi-Saison startet: Ein Sommer wie im Vorjahr soll her

In die diesjährige Badi-Saison wird in Solothurn mit neu saniertem Schwimmbadteil gestartet. Ab Samstag kann das Badi-Drehkreuz wieder bis im September passiert werden.

Wolfgang Wagmann
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Badi-Eröffnung in Solothurn
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Auch die Liegestühle und Sonnenschirme hält der Chefbadmeister bereit.
Die Badi in der Übersicht.
Neu gepflanzt wurden drei Bäume.
Für Abfälle jeglicher Art ist gesorgt.
Die Fussbecken bei den Duschen wurden aufbetoniert.
Das Angebot in der Badi-Beiz kann sich sehen lassen.
Auch Badi-Wirt Ernst Schär hofft auf eine gute Saison.

Badi-Eröffnung in Solothurn

Wolfgang Wagmann

Hochnebel hat sich an diesem 2. Mai über die propere Anlage der Badi gelegt. «Die Aare hat zehn Grad, das eine Bassin 12, das andere 14. «Es wird wohl noch keinen Ansturm am Wochenende geben.» Immerhin, Chefbadmeister Pascal Prétôt, seine vier Badmeister sowie die restliche, 20-köpfige Crew von Kassa-Personal und Hilfsbadmeistern wären für die Saison 2016 gerüstet.

Morgen Samstag ist es so weit, und die inzwischen aufgetauchte Sonne könnte zumindest das Bassinwasser inzwischen noch um einiges erwärmt haben. Apropos Wasser: Im alten Schwimmbadteil wurde die Wasseraufbereitung mit einer neuen Chlorierungsart saniert, «das ist nun viel umweltfreundlicher», freut sich Prétôt auch über das einfachere Handling des Ganzen. «Und zu einem späteren Zeitpunkt wird auch noch etwas im Sportbassin passieren.»

Erst später nasse Füsse

Die wichtigste sichtbare bauliche Veränderung sind bestimmt die zubetonierten vier Fussbecken, im Zugangsbereich zum Sportbassin. Nasse Füsse gibts also jetzt nur beim Duschen oder eben später. Der durchgehende Boden sei für Menschen mit Handicaps und ältere Personen viel angenehmer, argumentiert der Chefbadmeister.

Auch gebe es mit der Aufhebung der flachen Wasserbecken hygienische Vorteile. «Zudem haben wir drei neue Bäume gepflanzt – zwei Erlen und einen Ahorn. Auch die Aussenrabatte zum Parkplatz wurde neu gestaltet», weist Pascal Prétôt auf weitere sichtbare Aufwertungsmassnahmen an der Anlage hin.

In der Aare wurden die Pfosten des östlichsten Querstegs ersetzt. Zur Sicherheit in der Aare, nach seiner Ansicht der gefährlichste Abschnitt auf dem Badi-Areal, meint Prétôt: «Wir versuchen da beratend zu wirken. Beispielsweise, dass man nicht mit ‹Flügeli› als Schwimmhilfe die Aare aufsuchen soll, und dass gute Schwimmkenntnisse Voraussetzung dafür sind. Auch haben wir das Rettungsdispositiv noch etwas angepasst.»

Reden miteinander

Dem Badi-Publikum stellt der Chefbadmeister ein gutes Zeugnis aus. «Die Badegäste sind generell sehr anständig. Es gibt wenig Probleme mit ihnen.» Was immer wieder vorkomme, sei das Littering, aber meist seien auch solche Vorkommnisse mit einem Ansprechen zu lösen. Ab und zu sei es auch vorgekommen, dass Jugendliche tageweise heimgeschickt würden. «Das wirkt. Der Kollege darf hier sein, er nicht», lacht Prétôt.

Unverändert bleiben die Öffnungszeiten: im Mai und September von 8 Uhr bis 19 Uhr sowie in den Monaten Juni, Juli und August von 8 bis 20 Uhr. «Bei schönem und warmem Wetter haben wir in diesen Monaten jeweils bis 21 Uhr geöffnet», behält Pascal Prétôt auch in dieser Hinsicht die bisherige Praxis bei.

Ebenfalls nicht gerüttelt wurde an den bisherigen Eintrittspreisen. Um Wartezeiten beim Kauf von Saison-Abonnementen – für Erwachsene kosten sie 70 Franken – möglichst zu vermeiden, bietet das Schwimmbad einen Vorverkauf für die «Abi» an.

Diese können heute Freitag noch zwischen 15 und 18 Uhr und morgen Samstag zwischen 12 und 16 Uhr an der Schwimmbadkasse bezogen werden. Vorschulpflichtige Kinder dürfen übrigens weiterhin gratis ins Schwimmbad.

Schwimmen bei Mondschein

Erneut plant die Badi bei schönem Wetter zwei Vollmondschwimmen. Und zwar am Montag, 20. Juni, sowie am Mittwoch, 20. Juli. «Die Idee ist bei unseren Gästen sehr gut angekommen», so Prétôt. Aber auch bei Badi-Wirt Ernst Schär, der im Vorjahr beim zweiten Mondschwimmen regelrecht überrannt wurde, weil gleichzeitig nebenan beim ersten Street-Food-Festival das Essen knapp geworden war.

Ohnehin hofft Schär in seiner 18. Saison «auf einen solch schönen Sommer wie letztes Jahr.» Er setzt auf seine bewährten Hits: ein Mittagsmenü, sein Thai-Curry, das Salatbuffet, Pommes frites, Hamburger und im Haus gebackenes wie seine Früchtekuchen.

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