Solothurn
Autor ist seiner Heimat Solothurn treu geblieben

Der Solothurner Autor Franz Walter, der in Uznach (SG) lebt, hat ein weiteres Buch geschrieben. Diesmal fast einen Liebesroman. Am Mittwoch liest er in Solothurn aus «Kein Mensch geht weiter als sein Schatten».

Fränzi Zwahlen-Saner
Merken
Drucken
Teilen
Franz Walter stellt sein neustes Buch in der Buchhandlung Lüthy vor.

Franz Walter stellt sein neustes Buch in der Buchhandlung Lüthy vor.

Felix Gerber

Franz Walter, der unermüdliche Schreiber, legt nach zwei Jahren wieder ein neues Werk vor. «Es ist eben mein Hobby, das Bücherschreiben. Ich habe ja auch Zeit dazu», sagt der frühpensionierte Lehrer fast ein wenig entschuldigend. Walter hat auch Glück mit seinen Veröffentlichungen. Denn er hat seit vielen Jahren einen treuen Verleger, der seine Bücher druckt und vertreibt.

Walter erzählt, wie es zu dieser inzwischen freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Verleger Josef Hanhart und seiner Editions Heuwinkel Allschwil und Carouge kam. «Es war vor etwa dreissig Jahren anlässlich einer Autorenlesung. Nach der Lesung sassen wir noch ein wenig zusammen und da war auch Verleger Hanhart mit am Tisch. Ich erzählte ihm, dass ich auch ein Manuskript für ein Buch hätte. Er war interessiert, es zu verlegen. So ist es bis heute geblieben.»

Franz Walter weiss, dass er damit Glück hat, denn so kann er sich voll aufs Schreiben konzentrieren. «Viele Autoren müssen heute den Vertrieb und die Werbung für ihre Bücher selbst übernehmen, und vielleicht auch einen Druckvorschuss bezahlen.»

Am kommenden Mittwoch, 27. Juni liest der Autor in der Buchhandlung Lüthy in Solothurn aus seinem neuen Buch «Kein Mensch geht weiter als sein Schatten». Denn obwohl der gebürtige Solothurner seit 15 Jahren in Uznach lebt, ist er seiner Herkunft treu geblieben. «Ich komme mindestens alle zwei Wochen ins Solothurnische», sagt er. Und das neue Buch? Der Titel des Buches ist ein Sprichwort aus Mali, das Walter treffend für seine Geschichte fand.

Auch eigene Erfahrungen eingebracht

Walter erzählt in diesem Roman vom Banker Reto Hunziker, der in seiner Branche äusserst ehrgeizig und erfolgreich ist. Hunziker hat alles, nur keine Freunde. Einzig seine Sekretärin steht bedingungslos hinter ihm. Als er bei einer Checkübergabe zugunsten benachteiligter Bauern in Mali die junge Nené trifft, holt ihn seine Vergangenheit ein.

Auch das Flüchtlingsmädchen Nené, die als Vierjährige in die Schweiz gekommen war und adoptiert wurde, spürt, dass sie mit dem Banker mehr verbindet, als eine kleine Feier. Walter bringt in dieses Buch seine eigenen Erfahrungen im Bankwesen, als Entwicklungshelfer und als Pädagoge unter einen Hut. Ein kurzweiliger Roman, mit stimmungsvollen Dialogen, den man gerne liest.

Franz Walter: «Kein Mensch geht weiter als sein Schatten», Ed. Heuwinkel. Fr. 34.50.