Stadtbummel Solothurn
Ausnahmsweise mal nichts vom Märetfescht

Reto Sperisen
Reto Sperisen
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Dieses Wochenende ist wieder Märetfescht. (Archiv)

Dieses Wochenende ist wieder Märetfescht. (Archiv)

Hans Peter Schläfli

Heute geht es los: das Fest der Feste! Zwei Tage lang ist Solothurn ausser Rand und Band. Unsere Gassen sind voll und es wird (fast) rund um die Uhr gefestet. Grund genug, im heutigen Bummel mal gerade NICHT über das Märetfescht zu schreiben. Vielmehr wollen wir uns diesmal Alternativen ansehen, quasi das Ausweichprogramm für Märetfescht-Muffel. Was hat die Region an diesem Wochenende sonst noch zu bieten?

Da wäre zum Beispiel ...»Salü! Was? Du do? Di gseht me au immer nume einisch im Johr! Wie läbsch? ... Sicher? ... Schön! Auso, bis nöchst Johr i däm Fau!» Bitte entschuldigen Sie die Unterbrechung, ich habe soeben einen Jahrgänger getroffen. Lustig, den habe ich seit der Primarschule nicht mehr gesehen – ausser eben «alle Jahre wieder» am Märetfescht. Für ein solches Wiedersehen lässt man sich schon gerne mal unterbrechen. So, wo war ich stehen geblieben? Genau: Bei Alternativen zum Märetfescht. Bei diesem herrlichen Sommerwetter und den hohen Temperaturen haben Freilichttheater bekanntlich Hochsaison. Wer also heut oder morgen nach Burgäschi oder Grenchen fahren möchte, der ... «Tschau! Wie hesch es? ... Chöi mer gärn, jo! Spiessli bir Honolulu oder Steaks bim HGL? ... Super, bis nachhär!»

Entschuldigen Sie, das war ein Kollege, mit dem ich nachher essen werde. Also: In Riedholz findet heute noch das «Volksschiessen» im Schützenhaus statt. Oder etwas weiter weg: Das «Gustofestival» für Feinschmecker in Olten, heuer unter dem Motto... «Hey! Alles klar? ... Wo? Ufem Märetplatz? ... Jä, ‹Redeem’ oder spöter d ‹Poorboys’? ... So mache mers! Bis denn!»

Peinlich, peinlich. Tut mir leid, ehrlich. Das ist auch wirklich keine gute Idee, diesen Bummel gerade im Getümmel schreiben zu wollen. Diese ärgerlichen Unterbrechungen immer! Also: Ausstellungen könnte man stattdessen besuchen. Zum Beispiel diejenige von Lina Müller in Balsthal oder Mervin Bader in Lüterkofen oder Peter Travaglini in Gr... «Tschüss! Au wider do? ... Genau. Hehe. Du, wie gots im Kürtu? ... sicher? ... Chumm, mir näme schnäu es Öufi ufem Chroneplatz.»

Bitte entschuldigen Sie, dass ich hier mit Schreiben abbrechen muss. Ich habe einen kurzfristigen Termin. Aber Sie sehen, es gibt einiges, was man anstelle des Märetfeschts machen kann. Es ist ja eh viel zu heiss für die Altstadt! Und somit habe ich erreicht, was ich mir im Titel vorgenommen habe. Voilà.

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